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Reeser Grüne entschuldigen sich, Anwohner bei Straßenumbenennung übergangen zu haben

Umbenennung Erich-Feyerabend-Straße : Helmut Wesser gibt Anwohnern Recht

Umbenennung Erich-Feyerabend-Straße: Grünen-Fraktionssprecher Helmut Wesser entschuldigt sich dafür, Bewohner übergangen zu haben. Es wäre richtig gewesen, die Entscheidung im Bauausschuss zu vertagen.

(bal) Die Umbenennung der Erich-Feyerabend-Straße sorgt in Rees weiter für Diskussionen. Wie berichtet, hatte der Bauausschuss letzte Woche aufgrund eines Hinweises der Grünen entschieden, dass die Straße wegen der NS-Verganheit des Künstlers Feyerabend in Anne-Frank-Straße umbenannt werden soll. Einige Anwohner hatten den Ausschuss um Vertagung gebeten. In einem Leserbrief in der RP hatten mehrere Familien die Entscheidung kritisiert. Jetzt haben die Grünen darauf reagiert: „Ja, die Anwohner haben Recht: Wir als Grüne hätten sie mit einbeziehen sollen bei der Umbenennung der Straße und wir bedauern, dass wir das nicht gemacht haben. Das wäre richtig gewesen“, schrieb Helmut Wesser am Mittwoch.

Wie der Grünen-Fraktionssprecher weiter ausführt, sei die Umbenennung im Oktober letzten Jahres angestoßen worden, darüber habe die Presse mehrfach berichtet. Über die Initiative der Anwohner hätten die Grünen erst am vergangenen Donnerstag im Zuges der Ausschusssitzung erfahren.

Während der Besprechung im Ausschuss hatte Wesser gefragt, ob Protest von Verwandten oder Anwohnern während der letzten Monate eingegangen sei. Dabei wurde von der Bauamtsleiterin der Brief der Anwohner erwähnt, der jedoch für eine Umbenennung nicht bedeutend sei. „Es tut und leid, dass wir nicht geistesgegenwärtig die Vertagung beantragt haben“, sagt Wesser jetzt. Das Argument, den Namens der ehemaligen Anne-Frank-Förderschule wieder aufzugreifen, fanden die Grünen schlüssig. Ein Mitglied der Fraktion hatte sich enthalten, weil er nicht sicher war, ob die Gründe für die Aktion hinreichend wären.“

Wesser bedauert, dass die Umbenennung ohne Bürger-Beteiligung gelaufen ist. „Das wäre sicher auch im Sinne unserer Forderung nach mehr Bürgernähe richtiger gewesen“.