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Reeser Geschichtsverein Ressa verzeichnet starken Mitgliederzuwachs

Reeser Geschichtsverein : Das Interesse an „Ressa“ nimmt weiter zu

Der Reeser Geschichtsverein kann sich über steigenden Mitgliederzuwachs freuen. Das liegt auch am interessanten Programm des Vereins, das auch in diesem Jahr wieder einige attraktive Angebote aufweist.

(RP) Entgegen des allgemeinen Abwärtstrends bei anderen Vereinen kann sich der Reeser Geschichtsverein „Ressa“ nicht über Mitgliederschwund beklagen. Allein im Jahr 2019 traten 31 neue Mitglieder dem Verein bei, in den ersten zwei Wochen des Jahres 2020 sechs weitere. Somit konnte der Vorsitzende Heinz Wellmann bei der Jahreshauptversammlung im Kolpinghaus das 170. Mitglied begrüßen. „Diese positive Entwicklung sowie die erfreulich hohe Resonanz auf unsere Angebote zeigen uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, sagte Wellmann. Entsprechend stellte sich der komplette Vorstand, bestehend aus dem Vorsitzenden Heinz Wellmann, dem zweiten Vorsitzenden Klaus Kuhlen, Schatzmeister Dirk Kleinwegen und Schriftführer Michael Scholten, erfolgreich zur Wiederwahl. Als neuer Kassenprüfer, neben Tommy Nienhuysen, wurde Volker Naves gewählt.

Klaus Kuhlen blickte auf die Unternehmungen im Vereinsjahr 2019 zurück, die weit über 1000 Teilnehmer zählten. Hinzu kam die erfolgreiche Spielzeug-Ausstellung, mit der „Ressa“ insgesamt 2123 Besucher ins Koenraad-Bosman-Museum lockte. Auch für 2020 plant „Ressa“ wieder mindestens 15 Aktivitäten: Die Ausflüge führen zur aktuellen Ausstellung „Burgen, Schlösser, Herrenhäuser“ im Koenraad-Bosman-Museum (Samstag, 25. Januar), zum Schloss Hueth (11. April), nach Werth (4. Juli) und im August zum Stadtmuseum in ‘s-Heerenberg. Zum Gedenken an den Rheinübergang der Alliierten im März 1945 bietet der Geschichtsverein am Samstag, 7. März, eine Fährfahrt zum linken Rheinufer an, danach ist im Kolpinghaus ein britischer Film zur Schlacht um Rees zu sehen. Alle Exkursionen sind für die „Ressa“-Mitglieder kostenlos, Gäste können gegen einen Obolus daran teilnehmen.

Die kostenlose Vortragsreihe beginnt am Mittwoch, 5. Februar, um 19 Uhr mit einem Filmabend im Reeser Bürgerhaus. Dort werden digitalisierte Super-8-Filme gezeigt, unter anderem vom „Rees-Festival“ und der Pumpenkirmes 1973, von der 750-Jahr-Feier 1978, von der Einweihung der Marktpumpe 1980, vom Handwerkerumzug zum 100-jährigen Jubiläum der Kolpingfamilie 1981 und vom Rosenmontagszug 1985. Der gebürtige Reeser Karl Just stellt am 13. Mai im Bürgerhaus fotografische Höhepunkte seiner Facebook-Seite „Reeser Zeitreisen“ vor, Lukas Bergmann präsentiert am 10. Juni im Kolpinghaus Auszüge aus seiner Bachelor-Arbeit über die niederländischen Zwangsarbeiter in Rees.

Michael Scholten schaut am 9. September im Bürgerhaus auf das Leben des Journalisten Helmut Schomaker und dessen Wochenzeitung „Rinkieker“ zurück. Am 7. Oktober zeigt „Ressa“ im Bürgerhaus den Dokumentarfilm „Aspel - Ende einer Schulzeit“ (1986) in Anwesenheit das Filmemachers Clemens Reinders. Heinz Wellmann und Tommy Nienhuysen erzählen am 18. November im Kolpinghaus alles über die Nachtwächterei und laden nach dem Vortrag zu einem kurzen Rundgang ab dem Mühlenturm ein.

Am Muttertag, 10. Mai, kehrt Günter Wetzel nach Rees zurück. Bereits im Oktober 2018 hat er über seine spektakuläre DDR-Flucht in einem selbstgebauten Heißluftballon berichtet. Jetzt zeigt „Ressa“ im Pädagogischen Zentrum ab 19 Uhr Michael Bully Herbigs Kinothriller „Ballon“, zu dem Günter Wetzel die Fragen der Zuschauer beantwortet. Eintritt: drei Euro.

Die Mitgliedschaft im Reeser Geschichtsverein kostet 18 Euro pro Jahr. Darin enthalten ist das Jahrbuch „Reeser Geschichtsfreund“ im Wert von 10 Euro nebst gratis Zustellung sowie die kostenfreie Teilnahme an allen Exkursionen und Vorträgen. Familien zahlen 25 Euro.