Rees: Reeser Angebot kann sich sehen lassen

Rees: Reeser Angebot kann sich sehen lassen

Mehr als 50 Aussteller bei der Gewerbemesse. Unterhaltungsprogramm lockte besonders viele Familien an.

Der Wettergott muss ein Gewerbetreibender sein. Pünktlich zum Auftakt der achten Reeser Gewerbemesse setzte er dem Niederschlag des frühen Sonntagmorgens ein Ende, um Sonne und Schäfchenwolken an den Frühlingshimmel zu zaubern.

Somit war das einzige, was bei der zweijährlich stattfindenden Produkt- und Leistungsschau von oben kam, der schnittige Helikopter, der im Viertelstundentakt für Rundflüge über das Gewerbegebiet und die Rheinstadt abhob.

Foto: Markus van Offern

Annegret Flür, Vorsitzende des Wirtschaftsforums, beschrieb bei offiziellen Eröffnung das Ziel der Freiluftveranstaltung: "Unsere Besucher sollen sich informieren, umsehen und staunen, was die Reeser Unternehmen alles im Angebot haben."

Bürgermeister Christoph Gerwers lobte dieses Angebot als "oftmals bessere Alternative zum Einkauf im Internet" und wünschte den mehr als 50 Ausstellern viel Erfolg und gute Geschäfte. Tatsächlich gab es beim verkaufsoffenen Sonntag entlang der Empeler Straße fast nichts, was es nicht im Angebot gab: vom Fliegengitter bis zum Rasenmäher, von der Motorsäge bis zum Mähdrescher.

Oldtimer-Trecker-Schau, Bimmelbahn oder Kinder-Quad-Fahren: Alles, was Räder hat, begeisterte. Foto: Markus van Offern

Vor allem Familien mit Kindern, die auffallend zahlreich durch das Gewerbegebiet schlenderten, kamen nicht allein wegen der Produktpalette, sondern wussten einmal mehr das umfangreiche Unterhaltungsprogramm zu schätzen. Dabei dominierte alles, was Räder hat: von der Oldtimer-Trecker-Schau über zwei Nachbauten des schwarzen Wunderautos K.I.T.T. aus der Serie "Knight Rider" bis zur Bimmelbahn und zum Kinder-Quad-Fahren.

Der Raiffeisenmarkt wusste die jüngsten Besucher mit einer riesigen, aufblasbaren Rutsche in Form eines gelben Kipplasters und einer turmhohen Figur der giftgrünen Fantasyfigur Hulk samt überdimensionalem Maiskolben zu begeistern. Auch die Hüpfburgen, Nostalgie-Schiffschaukel, Piratenkletterwand, Kinderschminken und ein großer Kinderflohmarkt kamen bei der Zielgruppe gut an.

  • Rees : Reeser Gewerbemesse fest im Blick

Die Elterngeneration maß derweil ihre Ausdauer und Treffsicherheit bei der ersten Reeser Biathlon-Stadtmeisterschaft. Die Event-Agentur, die auch "Biathlon auf Schalke" ausrichtet, brachte Laufbänder und Laser-Gewehre mit ins Gewerbegebiet, die von mehreren Vierermannschaften eifrig genutzt wurden. Die Sieger reisen bald nach Ruhpolding und treffen Olympia-Sieger Fritz Fischer.

Apropos Gewinnen: 200 Preise, gestiftet und gekauft von den Wifo-Mitgliedern, warteten bei der großen Tombola auf ihre neuen Besitzer. Während die Losverkäufer vom SV Rees den einen Käufern nur Nieten bescherten, bescherten sie den anderen Hauptgewinne wie einen 700 Euro teuren Strandkorb, einen professionellen Grill oder einen Akku-Schrauber.

Auf der Partymeile zwischen Groiner Kirchweg und Groiner Allee durfte auch die Musik nicht fehlen. Der Buena Ressa Music Club steuerte die Shiny Heads und andere Gruppen bei, das Tambourkorps Rees und das Halderner Blasorchester gaben den Takt an, währen die Tanzgruppe Miss Terious Choreographien zu rockig-poppigen Rhythmen aufführte.

Die Lebenshilfe Unterer Niederrhein nutzte die Gewerbemesse, um am benachbarten Standort in Groin einen "Tag der offenen Werkstatt" anzubieten. Die informativen Führungen und originellen Mitmachaktionen, die allesamt im Zeichen des 50-jährigen Jubiläums der Lebenshilfe standen, fanden regen Zuspruch.

Auch der kostenlose Shuttle-Service, der ganztätig mit zwei Linienbussen zwischen dem Real-Parkplatz, dem Kreisverkehr am Gewerbegebiet und der Lebenshilfe angeboten wurde, erleichterte vielen Reesern und auswärtigen Interessenten den Besuch.

Dennoch gab es wieder viele "wilde" Parker. Während die Helfer der Freiwilligen Feuerwehr das Park-Chaos im Gewerbegebiet klein halten konnten, trieben es die Autofahrer entlang der Groiner Allee auf die Spitze und parkten nicht nur jeden Quadratzentimeter der Grünstreifen und Teile der Radwege zu, sondern sogar die Haltebuchten der Busse. Oder sie verengten unnötig die Zugänge zum Kreisverkehr.

(RP)