Ferienpark Reeser Meer Grundstücksverkauf unter Dach und Fach

Rees · Der Ferienpark am Reeser Meer nimmt weiter Formen an. Jetzt hat der Rat der Stadt Rees dem Verkauf des städtischen Areals zugestimmt. Zu den ersten Maßnahmen, die nun folgen sollen, gehört die Erschließung des Geländes.

So soll das Feriendorf am Reeser Mehr aussehen.

So soll das Feriendorf am Reeser Mehr aussehen.

Foto: Marissa

Der geplante Ferienpark am Reeser Meer hat die nächste Hürde genommen: Nachdem der Rat der Stadt Rees bereits im März grundsätzlich Grünes Licht für das Projekt gab, beauftragte er am Dienstagabend in einer nicht öffentlichen Sondersitzung einstimmig die Stadtverwaltung damit, den Grundstückskaufvertrag abzuschließen. Das Areal zur Errichtung des Ferienparks wird damit an die Projektentwicklungsgruppe Wald und Welle Reeser Meer GmbH mit Sitz am Wahrsmanshof in Rees verkauft.

Wie berichtet, will der dänische Investor Marissa am Reeser Meer einen Ferienpark mit zunächst rund 300 Wohneinheiten (Ferienhäuser- und Wohnungen) bauen. Dazu ein Strandbad. Nach Angaben von Marissa-Geschäftsführer Erik Winther sei das Reeser Meer damit das größte derzeit geplante Tourismus-Projekt in NRW.

Die Ferienhäuser und -Wohnungen werden an Privatleute verkauft. Aus diesen Einnahmen werden sich dann auch die weiteren Bautätigkeiten finanzieren, wenn Marissa erst einmal die Planungen abgeschlossen und die ersten Häuser verkauft hat. Die neuen Besitzer verpflichten sich, die Immobilien für das Gros des Jahres an Gäste zu vermieten. In einem Alternativ-Modell können die Käufer ihre Wohneinheiten auch an Marissa zurückvermieten. Wichtig: Die Besitzer selbst dürfen Ferienhäuser und -wohnungen nur für eine kurze Zeit im Jahr nutzen. Fest wohnen, das wurde am Dienstag nochmals festgelegt, darf man dort nicht. .

Zu den wesentlichen Vertragsinhalten gehört, dass der Ferienpark auf den Grundlagen des geltenden Bebauungsplanes „Reeser Meer“ (R 22) errichtet wird. Der Wahrsmanshof soll einschließlich des Umfeldes ebenfalls dauerhaft an die Wald und Welle Reeser Meer GmbH übergehen. Das Umweltbildungszentrum kann dabei in den Räumlichkeiten bleiben. So soll „Umweltbildung“ auch Teil des Programms und des Konzeptes des Ferienparks werden.

Wichtig: Der Park wird öffentlich zugänglich. Reeserinnen und Reeser sowie die breite Öffentlichkeit haben somit die Möglichkeit, Wegeflächen sowie die geplanten Anlagen wie Strandbad, Restaurant, Bootsanlegestellen und Spielplätze zu nutzen. Dauerhaft gesichert werden auch der Laufpark Reeser Meer und die Schwimm-Pontons. Beides sind beliebte Ausflugsziele.

Die zu erwartende ständige Durchmischung der Gäste im Ferienhaus-Gebiet soll zur Belebung der Stadt Rees und der gesamten Region beitragen. Auch technische und umwelttechnische Regelungen sind im Vertrag enthalten. So wurde die Wasser-Retentionsfunktion des Reeser Meers gesichert und auch gewährleistet, dass das Naturschutzgebiet im östlichen Uferbereich gesichert und mit einer Bojenkette abgetrennt bleibt. Das Reeser Meer darf mit Sehgel und Elektrobooten befahren werden. Boote mit Verbrennungsmotoren sind nicht erlaubt.

In einem so genannten städtebaulichen Rahmenvertrag wird die Stadtverwaltung mit der Investorengruppe darüber hinaus zahlreiche weitere Verabredungen treffen. Unter anderem geht es dabei um technische Regelungen zur Ver- und Entsorgung des Ferienparks sowie um die Erschließung des neuen Ferienhausgebiets. Die wird auch zu den ersten Maßnahmen gehören, die die Projektentwickler voraussichtlich im kommenden Jahr umsetzen werden. Der Ferienpark Reeser Meer soll künftig über eine neue Abbiegespur auf dem Banndeich erreichbar sein. Dazu setzen die Projektentwickler den rechtskräftigen Bebauungsplan (R 41) um und bauen auf Kosten der Stadt Rees eine neue öffentliche Erschließungsstraße.

Die weiteren Zeitpläne des Projektes sind noch offen. „Jetzt geht es Schritt für Schritt weiter“, sagt Stadtsprecher Jörn Franken. Erik Winther, Geschäftsführer der Wald und Welle Reeser Meer GmbH, hat indes zugesichert nun ganz intensiv in die Planung einsteigen zu wollen. Das freut auch Bürgermeister Christoph Gerwers: „Mit dem Abschluss des Grundstückskaufvertrags haben wir jetzt einen wichtigen Schritt zur Realisierung des Ferienparks am Reeser Meer geschafft.“

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