Rees: Polizei beschlagnahmt Brandort

850.000 Euro Schaden nach Feuer in Haffen-Mehr : Großeinsatz auf Gehöft in Haffen

Eine Scheune, in der 2000 Strohballen gelagert wurden, brannte in der Nacht von Sonntag auf Montag ab. Ein Nebengebäude wurde beschädigt. Zwei Feuerwehrleute wurden bei dem Einsatz leicht verletzt.

Als am Montagmorgen eine größere Gruppe von Fahrradfahrern am Reeser Meer vorbeikam, war am Doelenweg erstmal Endstation. Noch immer war dort die Feuerwehr im Einsatz, noch immer rauchte es kräftig. Und beim Blick auf die abgebrannte Scheune war zu erahnen, wie heftig das Feuer gewütet haben musste, das dort gut 14 Stunden zuvor ausgebrochen war. Der Brandgeruch war am Morgen selbst in Haldern noch wahrnehmbar.

Zu dem Großeinsatz in Haffen war am Sonntagabend fast die gesamte Reeser Feuerwehr ausgerückt. „Scheune und Anbau in Vollbrand“ hatte es für die Einsatzkräfte geheißen, deren Problem war, dass in der Halle am Doelenweg rund 2000 Strohballen gelagert wurden, die schnell Feuer gefangen hatten. Die Scheune, in der zudem zwei Trecker und zwei Hänger standen, die für Karnevalswagen genutzt werden, brannte komplett aus. Auch das unbewohnte Hauptgebäude, das mit der Scheune verbunden war, wurde durch das Feuer in Mitleidenschaft gezogen. „Durch das schnelle Handeln der Feuerwehr konnte es jedoch gerettet werden“, sagte der Reeser Stadtsprecher Jörn Franken am Montag der RP.

Bei dem Einsatz wurden zwei Feuerwehrleute leicht verletzt. Die Polizei bezifferte den Gesamtschaden am Montag auf rund 850.000 Euro.

Der Brand war durch Bewohner des Nachbarhofs gegen 20.25 Uhr bemerkt worden, die die Halle als Strohlager nutzten. Insgesamt waren 85 Feuerwehrleute der Löschzüge Haffen-Mehr, Rees, Haldern und der während des Verlaufs der Löscharbeiten hinzugerufene Trupp aus Millingen mit 14 Fahrzeugen vor Ort. 28 Mann bekämpften unter schwerem Atemschutz das Feuer. Unterstützung bekamen sie vom Kreis Kleve, der weitere Atemschutzgeräte an den Brandort brachte.

Zusammen mit dem Eigentümer hatte die Einsatzleitung in der Nacht entschieden, die Scheune kontrolliert abbrennen zu lassen. Der Löschzug Bienen stand während des Einsatzes für die Grundsicherung des Stadtgebiets in seiner Wache parat und rückte dann am Morgen aus, um zusammen mit den Kollegen aus Haffen-Mehr die Nachlöscharbeiten durchzuführen.

Am Montagvormittag war die Feuerwehr immer noch mit Nachlöscharbeiten beschäftigt. Foto: Markus Balser

Was das Feuer ausgelöst haben könnte, ist noch völlig unklar. Auf dem Dach des Gebäudes befand sich eine Photovoltaikanlage. Inwieweit sie möglicherweise mit dem Ausbruch des Bandes zusammenhängt, wird sich erst beim Begehen des Brandortes zeigen, was erst im Laufe des Montags möglich war. Das Gelände wurde beschlagnahmt. Die Kriminalpolizei hat mit einem Brandsachverständigen die Ermittlungen aufgenommen.

(hg)
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