Mit 30 Beschickern Ein süßer Weihnachtsmarkt in der Haffener Schützenhalle

Haffen · An über 30 Ständen wurden am Wochenende im Reeser Ortsteil Haffen dekorative Dinge angeboten. Es waren einige neue Gesichter mit von der Partie – und freilich viele Altbekannte.

Manfred Lötzsch aus Bocholt war erstmals beim Haffener Weihnachtsmarkt dabei. Er verkaufte unter anderem Holz-Untersetzer, Tannenbäume und Flaschenlichter aus Holz sowie handgedrechselte Kugelschreiber.

Manfred Lötzsch aus Bocholt war erstmals beim Haffener Weihnachtsmarkt dabei. Er verkaufte unter anderem Holz-Untersetzer, Tannenbäume und Flaschenlichter aus Holz sowie handgedrechselte Kugelschreiber.

Foto: Monika Hartjes

Bei dem herbstlich-stürmischen Wetter am Sonntag genossen die Besucher des Adventsmarktes die heimelige Atmosphäre in der Haffener Schützenhalle besonders. Am zweiten Adventssonntag fand hier von 10.30 bis 17 Uhr wieder der beliebte Adventsmarkt statt. Das Angebot an kunsthandwerklichen, schönen und nützlichen Dingen war vielfältig. An 33 Ständen fanden die Besucher Holzarbeiten, leuchtende Glasdekorationen, Schmuck, weihnachtliche Dekoration, kunstvolle Karten, Drechslerarbeiten und vieles mehr. Alle Verkaufsstände fanden Platz in der Schützenhalle. „Wegen des windigen Wetters sind wir froh, dass wir alle hier drinnen unterbringen konnten“, sagte Organisatorin Waltraud Balkenborg. Sie selbst steht seit 2020 mit ausgefallener Buchfaltkunst auf dem Haffener Adventsmarkt.

Neben vielen „alten Bekannten“ gab es auch einige „Neulinge“, die ihre Produkte anboten. So wie Manfred Lötzsch. Der Bocholter präsentierte schöne Dinge aus Holz. „Mein Vater hat früher Holzkrippen gebaut und da wurde mir das Arbeiten mit Holz quasi in die Wiege gelegt“, erzählte der junge Mann. Er verkaufte Holz-Untersetzer, Tannenbäume und Flaschenlichter aus Holz und handgedrechselte Kugelschreiber. Ihre Premiere auf dem Haffener Adventsmarkt feierte ebenfalls Sabine Engels. Sie fertigt großformatige Aquarellbilder mit Strukturen. „Für mich bedeutet Malen Entspannung“, sagte die Künstlerin aus Wissel. Neu im Sortiment des Weihnachtsmarktes waren auch die Bilder aus Rheinkieseln, die die Reeserin Sandra Schapdick herstellt.

Angelika Naß ist dagegen schon ein „alter Hase“ auf dem Markt. „Ich mag die familiäre Atmosphäre“, sagte die Emmericherin. Sie hat fleißig gehäkelt und genäht und bot neben Häkeltieren, Mützen und Schals auch Vlies für Wärmflaschen und Leckeres aus der Küche wie Marmeladen und Plätzchen an. Birgit Schubert, die unter anderem Handtücher und Waschlappen bestickt, hatte ihre Nähmaschine dabei. So konnten die Besucher ihr über die Schulter schauen und zusehen, wie ihr Wunschname aufgestickt wurde. „Ich freue mich das ganze Jahr über auf diesen gemütlichen Adventsmarkt“, sagte die Dorstenerin, die auch Kulturtaschen und Taschentuch-Täschchen im Angebot hatte. „Ich finde es schön, dass darauf geachtet wird, dass das Angebot sehr unterschiedlich ist und nicht alle dasselbe verkaufen.“ So gab es Weihnachtsfloristik, beleuchtete Häuschen und Flaschenlichter, Schmuck in verschiedenen Variationen, Leckereien wie Gelees, Plätzchen und Rentier-Kakao. Für Vögel gab es Winterfutter in Tassen.

Einen nachhaltigen Weihnachtsstand hatten Marlene Schuhmacher, die mit Waltraud Balkenborg gemeinsam den Adventsmarkt alljährlich organisiert, und Anne Venhorst aufgebaut. Sie boten hier Second-Hand-Dinge für Weihnachten an – vom Adventsschmuck über Tischdecken, Gläser und Porzellan für den schön gedeckten Tisch bis hin zu Büchern als Geschenkidee. Außerdem konnten die Besucher hier selbst gebackenes Schwarz-, Walnuss- und Knäckebrot kaufen. Alles aus Honig gab es bei Matthias Berresheim. Der Imker hat seit rund zehn Jahren Bienenstöcke in Haffen. Er verkaufte Honig und Kerzen aus eigener Produktion. Auch Honigbonbons, Seifen und Hautschutzcreme mit Bienenwachs gehörten zu seiner Produktpalette. „Immer wenn das Bienenjahr gut ausfällt, bin ich hier. Mir gefällt der kleine, schnucklige Markt“, so Berresheim.

Neben der gemütlichen Advents-Cafeteria, die von den Frauen der kfd organisiert wurde, boten die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr auf dem Vorplatz zur Schützenhalle Reibekuchen, Grillwürstchen und Glühwein an. Vor der Schützenhalle hatten fleißige Helfer wieder die lebensgroße Krippe aufgebaut, bewacht von lebendigen Tieren. Für Familien boten die Spaziergänge mit Alpakas ein besonderes Highlight. Kinder aus dem Dorf hatten Tannenbaumschmuck gebastelt und den Baum geschmückt.

Mit dem Erlös des beliebten Adventsmarktes möchten die Veranstalter, wie auch in den Vorjahren, karitative Organisationen unterstützen.

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