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Rathaus Rees dank Evakuierungs-Übung für den Ernstfall gewappnet

Evakuierungs-Übung verlief reibungslos : Rathaus für den Ernstfall gewappnet

Die Evakuierungs-Übung mit 55 Verwaltungs-Mitarbeitern und 20 Bürgern in Rees verlief reibungslos.

Der ein oder andere Passant dürfte sich kurz nach zehn Uhr gewundert haben: Innerhalb weniger Minuten standen plötzlich alle Rathaus-Mitarbeiter vor dem Gebäude und begaben sich zur Sammelstelle auf dem Kirchplatz. Den Grund dafür erfuhr man schnell: Es handelte sich um eine angekündigte Evakuierungs-Übung. „Und die ist besser verlaufen als erwartet“, sagte nach einer kurzen Manöver-Kritik Stadtsprecher Jörn Franken.

55 Mitarbeiter und rund 20 Bürger hatten sich zum Zeitpunkt der internen Alarmierung in den Büros befunden. „Die Uhrzeit der Übung war wohl nicht bekannt“, betonte Franken, der wie alle anderen durch einen schrillen Alarmton aufgefordert wurde, sofort das Gebäude zu verlassen.

Und das lief besser als erwartet. „Es wurden nur kleine Fehler festgestellt“, berichtet Franken. Etwa, dass einige Büro-Türen abgeschlossen waren. Im Ernstfall würde das Zeit bei der Evakuierung kosten und die Löscharbeiten der Feuerwehr behindern. Apropos Feuerwehr: Die war natürlich informiert, auch die Leitstelle in Kleve. „Für den Fall, dass aufmerksame Bürger ein Feuer vermutet und die Feuerwehr alarmiert hätten“, erklätz Franken.

Die Übung, die erstmals seit langer Zeit im Rathaus stattgefunden hatte, diente in erster Linie dazu, Struktur in die Abläufe der Evakuierung zu bringen, die Mitarbeiter in Sachen Evakuierung zu sensibilisieren und mögliche Unsicherheiten zu beseitigen. „Die Kollegen haben jedenfalls positiv auf die Übung reagiert. Wie übrigens auch die Besucher, die zufällig im Rathaus waren“, berichtet der Stadtsprecher erfreut. Die Besucher zeigten nicht nur Verständnis für die Übung, sondern machten ebenfalls mit und folgten den Anweisungen. Dass alles so erstaunlich reibungslos über die Bühne gegangen ist, fanden sowohl zwei Beobachter der Feuerwehr als auch zwei Fachkräfte für Arbeitssicherheit.

Auf den Fluren standen die Rathaus-Beschäftigten übrigens nicht orientierungslos, nachdem sie innerhalb von wenigen Sekunden ihre Büros verlassen hatten. „Auf jeder unserer vier Etagen gibt es zwei geschulte Evakuierungshelfer, die dafür sorgen, dass alle geordnet und schnell zum Sammelplatz außerhalb des Gebäudes gelangen“, hieß es.

20 Minuten nach der Alarmierung saßen wieder alle an ihren Schreibtischen. Und dürfen sich gedanklich schon mal auf die nächste Übung einstellen. Die wird sicher kommen. Dann aber ohne Ankündigung, ergänzten die Verantwortlichen.

(rey)