Isselburg: PS-Monster

Isselburg: PS-Monster

Gut 4000 Besucher kamen am Wochenende auf die Regniet zum Anholter Trecker Treck. Auch im 40. Jahr der Veranstaltung waren wieder starke Maschinen gefragt.

Schon von weitem war am Wochenende zu sehen: In Anholt laufen schwere Maschinen. Über der Wiese am Regniet war schwarzer Rauch zu sehen, denn hier fand wieder das Tractor Pulling statt. Dabei versuchen Traktoren verschiedenster Größe und Klasse, einen Bremswagen möglichst weit zu ziehen. Und das kommt an: Die Veranstaltung feiert in diesem Jahr bereits 40-jähriges Jubiläum.

Alles hatte 1978 in Holland angefangen, als der Anholter Tobias Paus mit Freunden zum ersten Mal ein Tractor Pulling sah. Aus einer ersten Idee wurde schnell Realität und kurze Zeit später war der Trecker "Foxy Lady" aus den USA das erste Fahrzeug für ein eigenes Tractor Pulling. Seine Veranstaltung war damals die erste in Deutschland und lange auch die größte. Im ersten Jahr wurde die Veranstaltung noch von der Landjugend organisiert. Mittlerweile gibt es dafür die ATTO, die Anholter Trecker Treck Organisation.

Mit dabei ist stets Ehefrau Conny Paus, die ebenfalls im Pulling-Fieber ist und am Sonntag die Veranstaltung mit einer Fahrt eröffnete: "Als Kind habe ich mich schon für Motorsport interessiert. Jetzt sind es eben Trecker." Und die sind in den letzten 40 Jahren auch um einiges gigantischer geworden. So war die Foxy Lady am Anfang mit ihren 800 PS noch eine große Nummer. Mittlerweile sind die Maschinen stärker. Die größte hatte in diesem Jahr mit 10.000 PS ein Gast aus Italien dabei.

Um die 200 Pulling-Begeisterte traten am Wochenende in Anholt gegeneinander an. Dabei sind neben Teilnehmern aus Deutschland und Italien auch Trecker aus Luxemburg, Schweden und den Niederlanden. "Besonders stolz sind wir darauf, dass unsere Freunde aus den USA gekommen sind. Die haben wir bei einem Event kennengelernt", erzählt Conny Paus, die mit ihrem Mann das ganze Jahr über ähnliche Veranstaltungen besucht.

  • Isselburg : Gib Gas!

Rund 4000 bis 5000 Besucher erwarteten die Veranstalter. Das erforderte viele helfende Hände und eine gute logistische Organisation. "Wir haben rund 100 freiwillige Helfer aus Rees, Isselburg, Anholt und Umgebung. Ohne die wäre das ganze gar nicht möglich. Wir sind das komplette Jahr mit den Vorbereitungen beschäftigt", erklärt Conny Paus. Dabei stellt das ganze nur ein Hobby dar, die Veranstalter sind alle berufstätig.

Für die Zukunft hat das Ehepaar Paus große Pläne: "Im Moment bauen wir unseren eigenen Trecker, einen Light Superstock. Der fährt mit Methanol. Die wenigsten Trecker hier fahren noch mit Diesel. Wir hoffen, dass wir damit nächstes Jahr starten können." Um die Zuschauer schon einmal auf diese Klasse einzustimmen, waren die Light Superstocks in diesem Jahr zum ersten Mal mit dabei.

Die größte Befürchtung der Veranstalter blieb aus: Regen. "Wir nennen das Rain out. Wenn der Boden erst einmal schlammig ist, müssen wir die Veranstaltung beenden. Dann werden Siloplanen über die Fahrfläche gelegt. Vor zwei Jahren mussten wir einmal eine Klasse abbrechen, weil es nicht mehr möglich war, zu fahren", so Conny Paus.

(RP)