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Projekt Gemeinsam im Dorf befragt Menschen ab 60 Jahre in Haldern

Projekt „Gemeinsam im Dorf“ : Dem Dorf auf den Zahn gefühlt

Das Projekt „Gemeinsam im Dorf“ hat alle Halderner über 60 Jahre angeschrieben, um mehr über die Wünsche im Ortsteil zu erfahren. Viele Antworten liegen schon vor. Ein Nasch-Garten ist geplant.

(RP) Mechtild Kitzinger heißt die neue Quartiersmanagerin in Haldern. Sie ist Nachfolgerin von Andrea Schaffeld, die zum Jahresende aus dem Dorfprojekt „Gemeinsam im Dorf – Miteinander und nicht allein“ ausgeschieden ist. Vielen wird Mechtild Kitzinger aus ihrer langjährigen Tätigkeit als Fallmanagerin im Jobcenter Rees bekannt sein. Mit Enthusiasmus, Feingefühl und Empathie ist sie künftig an der Seite von Kajo Verbeet, der bereits seit April 2020 im Projekt tätig ist, für die Belange der Bewohner in Haldern zuständig. Beide teilen sich eine halbe Stelle. Nah am Menschen sein, zuhören und gemeinsam neue Konzepte, Projekte und Ideen entwickeln, das liegt ihr am Herzen.

Projektziel ist es, generationsübergreifende Aktivitäten für ältere Menschen zu entwickeln, Menschen aus dem Dorf dabei einzubinden und so vor dem Alleinsein zu bewahren.

Hierbei sollen die vorhandenen Angebote und Kompetenzen des Pflegeheims St. Marien genutzt und ggf. weiterentwickelt werden. Ebenso spielen die Einbindung und Gewinnung von ehrenamtlich Engagierten mit ihren vielfältigen Kompetenzen aus der Dorfgemeinschaft eine wichtige Rolle. Inzwischen gibt es schon einen Pool an ehrenamtlich Tätigen, die sich mit ihren verschiedenen Talenten einbringen. Weitere Menschen werden dafür fortlaufend gesucht.

Aktuell steht im Projekt die Auswertung der Dorfbefragung an. „Der Rücklauf ist bisher richtig gut“, so die beiden Quartiersmanager. „Bisher haben sich über 200 Halderner und Haldernerinnen“ an der Befragung beteiligt“. Die an alle über 60-jährigen Dorfbewohner versandten Fragebögen können weiterhin auch über den Januar hinaus noch an die beiden Quartiershelfer zurückgesandt werden.

Neben der Auswertung der Dorfbefragung steht als nächstes die Planung und Errichtung eines rund 60 Quadratmeter großen „Naschgartens“ neben der Boulebahn auf der Gerhard-Storm-Straße an. Die mit ehrenamtlich Tätigen geplante Anlage soll aus Beerensträuchern, einem kleinen Gewächshaus, Hochbeeten und kleinen Beeten bestehen und ein Ort der Begegnung werden. Über das praktische gemeinsame Gärtnern soll Verbindung und Austausch untereinander entstehen. Darüber hinaus können so auch weitere Verbindungen ins Dorf entstehen (Pflanzenbörse etc.) und andere Generationen beteiligt werden (Kindergarten, junge Familien).