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Isselburg: Politik streitet um Unterbringung von Flüchtlingen

Isselburg : Politik streitet um Unterbringung von Flüchtlingen

Hoch her ging es in der Sitzung des Sozialausschusses, als ein FDP-Antrag zur Asylpolitik diskutiert wurde. Die FDP möchte, dass keine zusätzlichen Wohnungen oder Häuser mehr für Asylbewerber, Flüchtlinge oder Obdachlose angemietet werden.

Familien und alleinstehende Frauen sollen grundsätzlich in den Unterkünften an der Henry-Dunant-Straße untergebracht werden.

"Der Antrag ist extrem integrationsfeindlich", sagte Theodor Beine (SPD), der den Ausschussmitgliedern von FDP und CDU vorwarf, sich nie ein persönliches Bild beim Netzwerk Asyl gemacht zu haben. Frank Häusler (CDU) erklärte, dass seine Fraktion den Status quo erhalten und die Entwicklung abwarten wolle. "Die Flüchtlingszahlen, die wir 2015 angenommen haben, sind nicht im Ansatz eingetroffen", so Häusler. "Rein betriebswirtschaftlich betrachtet ist es natürlich nicht richtig, dass wir Objekte anmieten, obwohl eigene Kapazitäten frei sind."

Mit den Stimmen von CDU und FDP wurde der Antrag angenommen, dass zusätzliche Wohnungen nicht angemietet werden, bestehende Mietverträge sind aber nicht betroffen.

(tt)