Kommentar: Politik für die Bütt

Kommentar: Politik für die Bütt

Keine Verschnaufpause für uns: Die Narren können sich an diesem Wochenende auf jeden Fall noch ein gutes neues Jahr wünschen, Und wenn Sie noch Knallfrösche vom Silvesterabend haben, können Sie ja mal versuchen, sie als erste Rakete des Saalkarnevals steigen zu lassen...

Die Zeit rast. Die alte Redensart stimmt einfach. Das alte Jahr ist gerade vorbei, da starten die Karnevalisten mit ihren Veranstaltungen schon ins Jahr 2018.

Schön, dass sie dabei in Emmerich bei der Fastnackt-Sitzung im Kellertheater aus einem wahren Füllhorn von Themen schöpfen können.

Die bewusst lokal(politisch) gehaltenen Beiträge der Damen und Herren rund ums Seifenblasen-Theater haben die freie Wahl: eine Beigeordneten-Wahl, die dann doch keine war. Eine Hochzeit des Bürgermeisters, der der Bischof seinen Segen nicht geben wollte.

Eine Konzept für den Einzelhandel, dass der Einzelhandel doof findet. Vielleicht auch noch der Neumarkt?

Ach, nein... Das Thema muss doch nicht jedes Jahr wieder auf die Bühne.

In Rees könnte man auch ein wenig Nektar aus der Politik saugen. Beim Freibad zum Beispiel, bei dem die CDU, die ein neues Bad eigentlich nicht bauen will, weil sie das viel zu teuer findet, die Bürger befragen möchte, ob es doch einen Neubau geben soll. Aber die SPD, die ein neues Bad bauen will und sich deshalb als Speerspitze der Bürgerschaft versteht, sieht darin einen üblen Trick. Bürgerbefragung: Natürlich immer gerne mit der SPD. Aber nicht bei diesem Thema.

Wenn das nicht zum Lachen ist...

Oder die Debatte um die richtigen Lampen in der Reeser Innenstadt. Modern, zu modern oder am Ende gar zu albtacken? Endlich mal ein Thema, bei dem alle mitreden können. Und weil sich über Geschmack bekanntlich streiten lässt, zeigen hier alle klare Kante. Der Vorschlag der Verwaltung wird in Bausch und Bogen verworfen, dass der Bürgermeister aus dem Staunen nicht herauskommt. Dann ist man sich zumindest einig, dass jetzt alle eine große Lampenausstellung eines Energiekonzerns besuchen müssen, um Klarheit zu gewinnen. Ich sehe schon den Rats-Arbeitskreis "Lampe" vor mir, der sich nach dieser aufschlussreichen Fahrt bilden wird.

Wo wir gerade über Lampen reden: Der Reeser Verkehrs- und Verschönerungsverein hat auf dem Stadtfest für die Finanzierung der Brückenbeleuchtung einen Hochprozentigen verkauft. "Lampe an", hieß der Schnaps augenzwinkernd.

Eine Steilvorlage für jeden Büttenredner!

(RP)