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Emmerich: Pioniergelände: Bebauung bald möglich

Emmerich : Pioniergelände: Bebauung bald möglich

Auf dem ehemaligen Übungsplatz der Bundeswehr in Dornick könnte Ende 2019/Anfang 2020 gebaut werden. Stadt stimmt sich mit Bezirksregierung ab. Auch Pläne für Vrasselt wurden bei der Ortsbegehung der CDU besprochen.

Es war bei einer Ortsbegehung vor zehn Jahren, als Dr. Stefan Wachs vorschlug, eine Interessengemeinschaft bauwilliger Dornicker Bürger zu gründen, die sich dafür einsetzt, Bauland auf dem ehemaligen Pionier-Gelände zu bekommen. "Jetzt zeigt sich der Erfolg: Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben hat ein Kaufangebot vorgelegt, das gesamte Gelände des ehemaligen Pionierübungsplatzes Dornick, hinter dem Deich, zu erwerben", erklärte Botho Brouwer bei der Ortsbegehung des CDU-Ortsverbandes mit Dr. Wachs am Freitag, bei dem Vrasselter und Dornicker Bürger eventuelle Probleme direkt vor Ort besprechen und Anregungen geben konnten. Das Kaufangebot sei befristet und an Auflagen und Vorgaben des von der Stadt Emmerich im Jahre 2008 mit der Bezirksregierung abgestimmten und beschlossenen Rahmenplanes gebunden, erklärte Brouwer.

Eine Entwurfsplanung liegt vor. Zehn Grundstücke entstehen auf der rund 5000 Quadratmeter großen Fläche, im hinteren Bereich soll eine Obstwiese angelegt werden. Diese Fläche könne die Stadt eventuell als ökologische Ausgleichsfläche, wie sie sie bei größeren Bauvorhaben vorweisen müsse, erwerben, so Brouwer. Bis auf das Pioniergebäude mit der Pump-Station, das erhalten bleiben muss, werden die noch vorhandenen Gebäude abgerissen. Jetzigen oder ehemaligen jungen Dornickern und einem Vrasselter Paar wurden die Grundstücke bereits zugeteilt. Die ersten Gespräche zur Umsetzung des vom Rat beschlossenen Bebauungsplanes laufen, eine Abstimmung der Stadt mit der Bezirksregierung ist in Vorbereitung. Dr. Wachs versprach, die Umsetzung mit Nachdruck zu verfolgen. "In zwölf Monaten sollte der Bebauungsplan stehen, dann könnte mit dem Bau Ende 2019/Anfang 2020 begonnen werden", so Botho Brouwer.

Ein weiterer Punkt war die "Lange Straße". Die CDU will beantragen, sie als direkte Zufahrt nach Dornick auszubauen. Der Deichverband plant, diese Verbindung als Baustraße für die laufende Deicherneuerung zu nutzen und dafür den Teil des etwa 800 Meter langen Feldweges von der Hauptstraße bis zur B8/L7 für den Schwerlastverkehr herzurichten. Brouwer schlug vor, dass die Stadtverwaltung frühzeitig Kontakt mit dem Deichverband aufnehmen sollte, damit der Unterbau so ausgeführt wird, dass er liegen bleiben und so zur Aufnahme eines neuen Oberbaus und der Asphaltschicht dienen kann. Hierfür sollten Haushaltsmittel für 2020 bereitgestellt werden. Diese direkte Verbindung von der B8/L7 nach Dornick ist etwa ein Kilometer kürzer als der jetzige Zuweg über "Dreikönige".

Die Ortsbegehung begann am Dorfplatz Vrasselt, wo der CDU-Ortsverbandsvorsitzende Kai Frisch die Mitfahrer begrüßte. Er machte auf Pflasterschäden aufmerksam und auf einen Gulli, an dem das Wasser bei Regen überläuft und sich eine Riesenpfütze auf dem Dorfplatz bildet. Auf dem Weg nach Dornick zeigte Frisch einen schräg stehenden Baum an der Straße "Dreikönige". Wachs versprach, dass Fachleute kontrollieren werden, ob dieser eventuell eine Gefahr darstelle. An der Ecke Dornicker Straße sprach Gerd Böcker die Rasengittersteine an, die bereits länger bereit lägen für die Seitenstreifen der gesamten Dornicker Straße. "Wenn die Löcher mit Schotter gefüllt werden, hält das nur ein paar Monate", sagte er. Ein Bürger regte an, an dieser Ecke einen Beutelspender für Hundekot aufzustellen. An einem Bushäuschen müssten morsche Bretter ausgetauscht werden und eine Scheibe fehlte, Dr. Wachs notierte alles mit.

(moha)