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Parken auf Neumarkt Emmerich bis Ende des Jahres erlaubt

Nach Kritik von Händlern : Neumarkt wird fürs Parken freigegeben

Auf Teilen des Neumarktes kann mindestens bis zum Jahresende wieder geparkt werden. Rund 30 Stellplätze sind von den aktuellen Bautätigkeiten nicht betroffen und können vorübergehend wieder „beparkt“ werden.

Das ist das Ergebnis eines Gespräches, dass Vertreter der Stadt heute mit den vor Ort tätigen Bauunternehmen und dem Eigentümer geführt haben. Damit reagiert die Stadtverwaltung auf die massive Kritik der Bürger und des Einzelhandels in den vergangenen Tagen. Noch heute wird die Beschilderung auf dem Platz angepasst.

Nach den Rückmeldungen der Bürger und Einzelhändler zur vollständigen Sperrung der Neumarktfläche in der vergangenen Woche, hat Bürgermeister Peter Hinze seine Mitarbeiter gebeten, nochmal nach Möglichkeiten zu suchen, um Flächen auf dem Neumarkt zumindest bis zum Jahresende wieder fürs Parken freizugeben. „Wir sind weiterhin davon überzeugt, dass eigentlich genügend Parkraum in der Innenstadt vorhanden ist. Aber die Kritik der letzten Tage – insbesondere aus dem Einzelhandel – hat mich natürlich nicht kalt gelassen. Ich hoffe, dass wir mit der vorübergehenden Freigabe der Parkflächen einen Beitrag zu einem guten Weihnachtsgeschäft leisten können“, meinte Bürgermeister Hinze.

Er machte allerdings auch klar, dass die Freigabe der Parkplätze nur eine vorübergehende Maßnahme ist: „Abhängig vom Fortschritt des Bauprojektes werden wir im kommenden Jahr auch die Platzfläche des Neumarktes neu gestalten. Spätestens dann wird Parken dort für längere Zeit nicht möglich sein. Darauf muss sich der Einzelhandel mit Blick auf das Geschäftsjahr 2019 einstellen.“ In Kürze werden auf dem Neumarkt bereits mehrere Bäume und Sträucher entfernt, die im Zuge der Platzgestaltung nicht erhalten bleiben können.

Hinze bekräftige auch, dass der Wochenmarkt bis zur Fertigstellung des Neumarktes auf dem Geistmarkt bleiben wird. Eine Verlegung in die Kaßstraße, wie von Vertretern der Emmericher Werbegemeinschaft ins Spiel gebracht, sei keine Option. „Wir haben in der Vergangenheit schon am Neumarkt Auseinandersetzungen mit Einzelhändlern gehabt, die keinen Marktstand vor ihrem Schaufenster akzeptieren wollten. Das Problem würde sich mit einem Markt in der Kaßstraße vervielfältigen“, so Hinze weiter.   

(RP)