Emmerich: PAN holt die Kunstwelt nach Emmerich

Emmerich: PAN holt die Kunstwelt nach Emmerich

Am nächsten Freitag kommt die Kunstmesse "art'pu:l" zum dritten Mal in Folge ins Plakatmuseum. Rund 100 Künstler sind dabei. Die Besucher erwartet ein sehenswertes Spektrum zeitgenössischer und junger Kunst.

Nach den erfolgreichen und interessanten Veranstaltungen der art'pu:l Emmerich in den Anfangsjahren 2016 und 2017 wird die Kunstmesse vom 15. bis zum 17. Juni zum dritten Mal im PAN kunstforum stattfinden. Die Besucher erwartet ein sehenswertes, vielfältiges Spektrum zeitgenössischer, aktueller und junger Kunst. Da die einzelnen Künstler anwesend sind, kann das Publikum Kontakt zu ihnen aufnehmen und interessante Gespräche über die Ausstellungsstücke führen. "Wir freuen uns, dass das PAN sich wieder für diese Messe öffnet. Das ist aktive Kulturförderung", erklärte Jo Pellenz von der Kölner Kunstfirma a2b, die die Kunstmesse gemeinsam mit dem PAN kunstforum Niederrhein ausrichtet.

Das Konzept der art'pu:l wurde 2010 von a2b - ein Zusammenschluss von fünf bildenden Künstlern - als Plattform für Künstler, Künstlerinnen und Kunstbetriebe entwickelt. Es ermöglicht Kunstschaffenden aller Disziplinen einen Marktzugang zu fairen Konditionen. In Emmerich zahlen die Künstler 200 Euro für ihren Stand.

Reimund Sluyterman, Vorsitzender des PAN e.V. , wohnt in Köln und besuchte vor einigen Jahren die art'pu:l in Pulheim. "Ich hatte dann die Idee, das auch nach Emmerich ins PAN zu holen", erzählte er. Der "Probelauf" vor drei Jahren war sehr erfolgreich. "Der Dialog zwischen den Künstlern und zwischen Besuchern und Künstlern war sehr intensiv", sagte Christiane van Haaren, künstlerische Leitung des PAN. Auch wenn die Besucherresonanz bestimmt nicht so hoch wie beispielsweise in Köln sei, waren die Künstler doch sehr zufrieden.

In diesem Jahr bewarben sich rund 100 Künstler und Künstlerinnen für die art'pu:l in Emmerich, 42 wurden von der Jury, bestehend aus den fünf Mitgliedern von a2b und Reimund Sluyterman, ausgesucht. Darunter sind deutsche und niederländische Künstler, eine Russin und ein Pole. Bereits zum dritten Mal dabei ist Bernd Müller aus Köln. Er präsentiert seine Skulpturen und Plastiken. "Die aus Holz zeige ich hier zum ersten Mal", sagte er. "Hier im PAN herrscht eine besondere Atmosphäre und eine tolle Stimmung, da komme ich gerne wieder", so der Künstler, der die gute Unterstützung der PAN-Mitarbeiter lobte. Auch Anne Thoss nahm bereits an der art´pu:l teil. Sie präsentiert ihre "Bilderkisten". Jedes Objekt erzählt eine Geschichte.

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"Sechs bis zehn Künstler sind ,Wiederholungstäter', über 30 machen zum ersten Mal in Emmerich mit", erklärte Jo Pellenz, der am Samstag um 15 Uhr und am Sonntag um 14 Uhr Messeführungen anbietet. Auf unterhaltsame Weise, mit Humor und Hintergrundwissen, vermittelt Pellenz den Besuchern einen ungewöhnlichen, inspirierenden Blick auf die Künstler und ihr Werk. "Ich mache den Leuten gerne Mut, hinzuschauen und ihre Meinung zu sagen", erklärt er. "Bei dieser Art von Führung entspannen sich die Leute." Die Künstler freuen sich, wenn die Gruppe sie besucht, denn das öffnet die Türe für interessante Gespräche.

Die Vernissage findet am Freitag, 15. Juni, um 19 Uhr statt. Am Eröffnungsabend vergibt die Stadt Emmerich durch Bürgermeister Peter Hinze den art'pu:l-Kunstpreis, dotiert auf 500 Euro. Ebenfalls an diesem Abend wird der Emmericher Lichtkünstler Oliver Kretschmann im Eingangsbereich eine Lichtinstallation präsentieren, die vom Gitarristen Sander Bisselik musikalisch begleitet wird, er baut einen Klangraum auf. "So betritt der Besucher von der Straße aus direkt den Kunstraum", freut sich Jo Pellenz auf diese Kunstdarbietung.

Beginn der art'pu:l-Kunstmesse ist am Freitag um 19 Uhr, an Samstag ist sie von 13 bis 20 Uhr, am Sonntag von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Tickets für die Vernissage kosten 10, eine Tageskarte kostet 8 Euro.

(moha)