PAN Emmerich freut sich über Schenkung

Museum : PAN freut sich über Schenkung

(bal) Über 700 neue Plakate kann sich jetzt das PAN-Kunstforum freuen. Es bekam die Sammlung von Rudolf Lepke, 2015 verstorbener Kunstsammler aus Hagen, vermacht. Seine Lebensgefährtin Renate Steinmetz hatte mit dem PAN Kontakt aufgenommen.

Und sich, obwohl es auch Verhandlungen mit dem Folkwang-Museum in Essen gab, für Emmerich entschieden. Unter den Plakaten sind auch Werke von Picasso, Grieshaber und Emil Schumachr. „Eine wirklich hochwertige Sammlung“, freute sich Irene Möllenbeck, Vorsitzende des Kuratoriums der PAN-Stiftung.

Die Plakate können frühestens in einem Jahr gezeigt werden. Ohnehin nicht in Gänze, sondern nur nach Themen oder Künstlern geordnet. Sie zu archivieren, ist die Aufgabe von Henri Moschek. Der Student der Hochschule Rhein-Waal, absolviert derzeit ein studentisches Praktikum im PAN und ist mit der Erfassung des Museumsbestandes, der schätzungsweise 50.000 Plakate umfasst, beschäftigt. Der 21-jährige Moerser, der Informations- und Kommunikationsdesign studiert, bringt dafür beste Voraussetzungen mit. Bei einem Plakatwettbewerb der Frankfurter Buchmesse gehörte er zu einem von zwei Preisträgern.

Die Archivierung ist schon seit Jahren ein Mammut-Projekt für das PAN-Kunstforum. Gut 37.000 Plakate sind nummeriert und 20.000 fotografiert. „Um mit diesem Archivbestand arbeiten zu können, müssen die Plakate allerdings auch noch verschlagwortet werden“, weiß Irene Möllenbeck. Erst bei 7200 Plakaten ist das der Fall.

Die 700 Plakate, die jetzt dazu gekommen sind, sind die größte Schenkung, die das PAN-Kunstforum bislang erhalten hat. Rudolf Lepke, Jahrgang 1944, kam aus einer kunstinteressierten Familie und hatte bereits als 14-Jähriger angefangen, Plakate zu sammeln. Der Kaufmann war auch Literat. Er schrieb unter anderem Gedichte und gehörte der Autorengruppe „Bleisatz“ an.

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