Open-Air-Kino lockt am 12. August 2019 nach Rees

Freiluft-Kino : „Film ab“ auf dem Marktplatz in Rees

„Der ganz große Traum“ soll das ganz große Kino nach Rees bringen: Gemeinsam mit dem Verkehrs- und Verschönerungsverein (VVV) und der Film- und Medienstiftung NRW veranstaltet die Stadt in den Sommerferien ein Freiluftkino auf dem Marktplatz.

Neben dem Hauptfilm „Der ganz große Traum“ gibt es am Montag, 12. August, ein buntes Vorprogramm mit Live-Musik, Stadtführungen, Popcorn, Nachos und Außengastronomie.

Die Filmstiftung hat Rees erstmals als „FilmSchauPlatz“ ausgewählt: Vom 18. Juli bis 26. August werden in Nordrhein-Westfalen 19 Filme an 19 Orten unter freiem Himmel aufgeführt. Der Eintritt ist frei. Bei der 22. Auflage der „FilmSchauPlatz“-Reihe, deren Schirmherr Ministerpräsident Armin Laschet ist, hat sich der Niederrhein diesmal als Schwerpunkt herausgebildet. Neben Rees werden auch Rheinberg, Kamp-Lintfort und Hünxe „FilmSchauPlätze“ sein. Sie werden im August hintereinander bespielt, damit Niederrhein-Touristen sie innerhalb einer Woche mit dem Auto oder Fahrrad bereisen können.

„Es gibt eine stetig wachsende Fan-Gemeinde, die in den Sommerferien viele FilmSchauPlätze bereist und dadurch auf versteckte Perlen in Nordrhein-Westfalen aufmerksam wird“, sagt Anna Fantl von der Filmstiftung in Düsseldorf. Die gebürtige Bocholterin ist Organisatorin der Open-Air-Kino-Reihe. Bürgermeister Christoph Gerwers, Kulturamtsleiterin Sigrid Mölleken sowie die VVV-Spitze mit Bernd Hübner und Michael Kemkes stellten jetzt die Pläne für den Filmabend vor. 500 Stühle hat der VVV reservieren lassen. Sie werden zwischen der historischen Pumpe und der Hahnenstraße aufgestellt. Die Filmstiftung reist mit riesiger Leinwand an, die zwischen „Mittags am Markt“ und dem Eiscafé Roma aufgeblasen wird.

„Laut Internet wird die Sonne um 21.04 Uhr untergehen“, weiß Bernd Hübner. Wenig später wird der VVV-Vorsitzende mit Anna Fantl den Startschuss für die Filmprojektionen geben. Gegen 21.30 Uhr wird Boogdana Vera Lorenz’ Kurzfilm „Heimspiel“ gezeigt, ab circa 22 Uhr schildert dann Sebastian Groblers amüsant-historischer Film „Der ganz große Traum“, wie ein junger Lehrer im Jahr 1874 an einem Braunschweiger Gymnasium einen neuen Sport einführt, den er aus England mitgebracht hat: den Fußball. Die Hauptrolle spielt Daniel Brühl, in weiteren Rollen sind „Tatort“-Kommissar Axel Prahl und Justus von Dohnanyi zu sehen. „Ich kann diesen wunderbaren Film sehr empfehlen“, sagt Bürgermeister und Fußballfan Christoph Gerwers, der starke Parallelen zum Oscar-Klassiker „Club der toten Dichter“ erkannt hat.

Die Stadt Rees sperrt am 12. August auch die Straße zwischen Pumpe und Hahnenstraße für den Autoverkehr. Auswärtige Gäste, aber auch die Reeser, können ab 19 Uhr an kostenlosen Stadtführungen teilnehmen. Der Buena Ressa Music Club schickt Bands und eventuell seinen Chor für das musikalische Rahmenprogramm. Der Reeser Geschichtsverein Ressa zeigt im Schaufenster von „Mittags am Markt“ historische Rees-Filme. Der VVV verkauft, unterstützt vom Reeser Schwimmclub, Getränke, Eis, Popcorn und Zuckerwatte, der Tennisclub Blau Weiß Rees steuert Nachos mit Salsa bei, der SV Rees steht am Grill. Alle Gewinne werden später unter den Vereinen geteilt.

Sollte das Wetter nicht mitspielen, kann der Kinoabend in den großen Saal des Bürgerhauses verlegt werden, aber alle Veranstalter gehen von einem milden Sommerabend und guten Besucherzahlen aus. „Wir hoffen, dass vor allem auch die jungen Leute dieses Angebot nutzen“, sagt der Bürgermeister. Er räumt ein, dass der Montagabend, der von der Filmstiftung vorgegeben wurde, nicht gerade der Wunschtermin der Stadt Rees war. Im Sommer 2020 werde man sich für einen anderen Wochentag starkmachen oder, sofern keine Kooperation mit der Filmstiftung zustande kommt, das Open-Air-Kino in Eigenregie durchführen.

„Erste Gespräche haben gezeigt, dass es viele Geschäftsleute gibt, die ein Open-Air-Kino in Rees finanziell unterstützen würden“, sagt der Bürgermeister. Voraussetzung sei jedoch, dass der Testlauf in den Sommerferien gut angenommen wird.

(Michael Scholten)
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