Emmerich: Nur 250 Besucher bei der Ausbildungsbörse im PAN

Emmerich: Nur 250 Besucher bei der Ausbildungsbörse im PAN

Insgesamt 22 Aussteller berieten die Jugendlichen über die Gestaltung ihrer Zukunft. Das Konzept soll in Zukunft angepasst werden.

Gummibärchen, Schokotäfelchen, Blocks, Taschenkalender und andere Mitbringsel - ohne Give Aways scheint keine Messe mehr zu funktionieren. Da machte die Ausbildungsbörse im PAN keinen Unterschied. Natürlich bauten die 22 Unternehmen ihre Stände nicht auf, um Geschenke zu verteilen. Sie denken an die Zukunft, halten Ausschau nach dem Nachwuchs von morgen. Was alles andere als ein Selbstläufer ist.

"Es wird immer schwieriger, gerade im mechanischen Bereich", sagte Probat-Ausbilderin Manuela Werder. Oft mangele es an der Qualität der Bewerber. "Die Bürojobs laufen von den Bewerberzahlen noch ganz gut." Probat absolviert das ganze Programm, um geeignete Leute zu finden. "Wir gehen auch in die Schulen und bieten Praktika und Betriebsführungen an, die Schüler kommen aus dem ganzen Kreis Kleve", so Werder. Der Kaffeeröstmaschinen-Hersteller beteiligte sich nur wenige Stunden später auch an der Nacht der Ausbildung: "Kein Problem für uns. Wir bauen ab und dann wieder auf, sind ja kurze Wege", blieb Thorsten Peters gelassen.

Einen Praktikanten von der Deutschen Giessdraht (DG) hatte der angehende Verfahrensmechaniker Leon Behrend (19) gleich mitgebracht. Der 15-jährige Luca Raatz (15) konnte den gleichaltrigen Schülern schon mal verraten, wie der Hase läuft während der Ausbildung bei der DG: "Ist schon gut da", meinte Luca diplomatisch. Er kann sich gut vorstellen, einmal als Industriemechaniker anzufangen.

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Obwohl die Verdienstmöglichkeiten okay sind, hat das Handwerk kein besonders gutes Image. Dagegen kämpft auch Maler- und Lackierermeister Peter Janßen (Malerbetrieb Giesen und Schmidt) an. Klar, man könne keine klimatisierten Büros anbieten, aber die Ausbildung könne eine "Durchgangsstation" sein, um Ingenieur oder Farb- und Lacktechniker zu werden.

Nicht allein ins PAN kam Rüdiger Reusch. Der Polizeihauptkommissar hatte einen Teddy im Polizei-Outfit dabei, ein Blickfang. Die Landespolizei hat die Einstellungszahlen aufgestockt und bietet 2300 Bachelor-Studienplätze für Polizeikommissare an. Nach drei Jahren Studium und drei Jahren Streifendienst kann man zur Kriminal- oder Wasserschutzpolizei wechseln oder Diensthundeführer werden.

Für Wirtschaftsförderer Sascha Terörde verlief seine erste Ausbildungsbörse mit 250 Besuchern ein wenig enttäuschend. Das sei zwar eine akzeptable Quote, "aber es hätten mehr sein können". Man habe vorher 700 Schüler angesprochen. Vielleicht habe es daran gelegen, dass die 9. Realschulklassen ihre Praktika absolvierten. "Wir werden Lehren daraus ziehen. Auch, ob die Kombination mit der Nacht der Ausbildung so glücklich war." Immerhin: Von den Firmen sei am Ende ein positives Feedback wegen qualitativ guter Gespräche gekommen.

(nk)
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