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Novemberleuchten am Möllenbölt in Elten

Fest : Novemberleuchten am Möllenbölt

Gut besucht war das siebte Novemberleuchten rund um die Mühle in Elten. Wirtschaftsförderin Sara Kreipe erlebte ihre Premiere, für viele andere gehörte das Programm zur lieb gewonnenen Tradition.

Gut besucht war die Mühle am Möllenbölt am Sonntag, als die Wirtschaftsförderung zum traditionellen Novemberleuchten einlud. „Das findet jetzt bereits zum siebten Mal statt“, freute sich Touristikchefin Manon Loock-Braun über die vielen Besucher – etliche kamen mit dem Fahrrad oder genossen den Spaziergang den Berg hinauf.

24 Kunsthandwerker sorgten für ein vielseitiges Angebot. „Das Wetter stimmt, die Mühle dreht. Der Erlös heute kommt der Eltener Mühle zugute“, begrüßte Peter Hinze die Gäste. Das sei eine sehr gute Geldanlage, so der Bürgermeister. Und da er wisse, dass die Eltener zu ihrer Mühle stehen, komme bestimmt eine gute Summe zusammen.

Foto: hartjes

Wirtschaftsförderin Sara Kreipe, die ihr erstes Novemberleuchten erlebte, dankte Manon Loock-Braun und ihrem Team, den ehrenamtlichen Müllern und Sandy und Sven Jansen, Betreiber des MühlenCafés, für die tolle Organisation des Festes. Sie lud ein zum Konzert des Musikvereins Elten, zum Bummel über den Kunsthandwerkermarkt, zum ‚Peng-Puff‘-Feuerwerk und zum „Insanity Firedance“ - eine Premiere beim Novemberleuchten. „Die malen per LED-Technik Bilder in die Luft“, erklärte sie.

Die Kinder freuten sich über das Karussell und über Ballonkünstler Maik, der aus langen, bunten Luftballons Tiere, Blumen und Figuren zauberte. Der Musikverein Elten unter der Leitung von Horst Derksen begann sein Konzert mit dem schwungvollen „Olympiamarsch“ und unterhielt die Besucher auch mit Pop- und Schlagermelodien.

Die kreativen Kunsthandwerker luden in Zelten, die das THW aufgebaut hatte, und an Marktständen zum Staunen und Stöbern ein. Viele Hobbykünstler präsentierten ihre selbstgemachten Werke. Jürgen Jozwiak aus Sonsbeck bot besondere Holzarbeiten an wie eine Krippe als Puzzle und hölzerne Adventskränze. „Ich bin bereits zum sechsten Mal hier“, sagte er. „Die Atmosphäre an der Mühle ist eine ganz besondere.“

Sohni Wernecke verkaufte Laternen und Schwippbögen aus Holz. Für die „Dritte Welt Aktion Tansania“ hatte eine Gruppe gehäkelt, gebastelt und Leckereien hergestellt. Da gab es Rumkugeln, Marmeladen, Eierlikörpralinen, Schoko- und Holunderlikör. „Das wärmt im Herbst den Körper und die Seele“, sagte Uschi Hämmerle.

Dagmar Witt aus Xanten verkaufte Schmuck und Schalen. Und hatte ihr Erstlingswerk, den Ruhrpottkrimi „Die Leiche bin ich“ im Angebot. „Das ist schön hier in Elten. Das Publikum ist sehr interessiert“, sagte sie. Auch Zita van Weelden aus Hasselt, die Lichtkugeln, Adventskränze, Schmuck, Windlichter und Schlüsselanhänger aus „gedrehtem Aluminiumdraht“ gefertigt hatte, fühlte sich an der Mühle wohl. Die Gocher Tierhilfe verkaufte Liköre, Marmeladen und Tierbücher, der Katzenverein Samtpfote Sirup, Gebackenes, Genähtes und Baldrian-Mäuse und -Bälle für Katzen. „Wir suchen noch ehrenamtliche Mitarbeiter und Katzenstreichler“, sagte Andrea Feldmann.

In der Mühle fanden Führungen statt, die Müller standen gerne Rede und Antwort zur Architektur und Funktion der Mühle. „Die ist jetzt 171 Jahre alt und alles funktioniert noch. Die Menschen sind begeistert von der alten Technik“, sagte Müller Frank Heeren, der gemeinsam mit den Müllern Wolfgang Willmer und Peter Runge dafür sorgt, dass die Möllenbölt-Mühle immer gut in Schuss ist.. Sie freuten sich über das große Interesse. Für den Nachwuchs hatten die Müller einige Halloween-Überraschungen aufgebaut. So durften sie einer Hexenfigur mit rotglühenden Augen eine Süßigkeit wegnehmen, wobei die Kinder viel Spaß hatten.