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Emmerich: Niag lässt 20 Schulkinder aus Elten im Regen stehen

Emmerich : Niag lässt 20 Schulkinder aus Elten im Regen stehen

Der Bus war zu voll, da mussten die Schüler am Geistmarkt auf Ersatz warten. Kein Einzelfall.

Eine empörte Mutter aus Elten meldete sich gestern bei der RP. Und der Fall ist tatsächlich unglaublich. Aber längst kein Einzelfall.

Der Schulbus der Niag, der gestern Mittag die Kinder von der Realschule und vom Gymnasium nach Elten bringen sollte, war zu voll. Es passte einfach niemand mehr hinein. Die Konsequenz: Der Busfahrer ließ die Kinder am Geistmarkt stehen. Die Niag versuchte Ersatz zu besorgen. Derweil harrten die Kinder und Jugendlichen im Regen aus.

Das ist nicht zum ersten Mal vorgekommen, wie die Eltern aus Elten wissen, deren Kinder mit dem Bus zur Schule nach Emmerich fahren.

Wenn wieder einmal die Schüler mit dem Bus nicht nach Hause fahren können, rufen sie ihre Eltern an. Irgendjemand macht sich dann auf den Weg und erledigt den Job, den eigentlich die Verkehrsbetriebe hätten erledigen müssen.

Doch die Geduld der Betroffenen ist am Ende. "Im vergangenen Jahr ist das 14 Mal passiert", so die Mutter.

In diesem Jahr habe man sich vorgenommen, die Niag nicht mehr aus ihrer Verpflichtung zu entlassen und den Betrieb stattdessen dazu zu bringen, für genügend Platz in ihren Fahrzeugen zu sorgen.

Dass der Platz in den Bussen nicht ausreicht, scheint allgemein bekannt zu sein.

Doch bei der Niag ändert offensichtlich niemand etwas daran. Die Gymnasiasten fahren mittlerweile schon mit dem Bus vom Gymnasium zum Geistmarkt, um dort einzusteigen – in der Hoffnung, dass noch ein Platz frei ist.

"Im Sommer war es so überfüllt in einem Schulbus, dass der am Embricana anhalten musste", so die Mutter gestern. Der Grund: Es war so eng, dass die Tür zu Bruch kaputt ging.

Ein Jahr zuvor verletzte sich ein Junge im Gedränge an der Hand, weil die Schüler von hinten nachschoben, damit mehr Platz im Bus entstand.

Von der Niag war gestern keine Stellungnahme zu bekommen.

(RP)