Emmerich: Neun Tannenbäume zieren St. Aldegundis

Emmerich : Neun Tannenbäume zieren St. Aldegundis

Wer die schwere Tür zum Kirchenschiff von St. Aldegundis aufschlägt, der riecht es sofort. "Weihnachten" steigt einem in die Nase. Die neun frischen Tannenbäume, die nun die Emmericher Kirche zieren, duften herrlich frisch. "Und lassen so eine besondere Atmosphäre aufkommen", freut sich Küsterin Maria Duda.

Am Freitag und Samstag haben sie und viele fleißige Helfer aus der Gemeinde, der polnischen Gemeinschaft und dem Theodor-Brauer-Haus damit verbracht, die großen Tannen aufzustellen. "Wichtig zu erwähnen, dass dies alles nur deshalb möglich ist, weil Bürger uns ihre Bäume spenden", erklärt die Emmericherin.

Bereits um 9 Uhr ging es am Freitag los, um die Tannen abzuholen - und mancherorts auch frisch zu schlagen. Dann ab in die Kirche und mit der Kettensäge den Stamm beackern. Schwerstarbeit für die tatkräftigen Helfer.

Der Baum im hinteren Bereich des Altars konnte als erstes seine volle Pracht entfalten. Insgesamt neun seiner Art verteilte das Team um Maria Duda im Kirchenschiff. Sechs Meter Höhe misst die größte Tanne. "Höher geht auch nicht", erklärt die Küsterin. Nicht weil die Kirche zu klein sei, "sondern weil wir Menschen dann an unsere Grenzen stoßen."

Als Maria Duda 2000 als Küsterin in der Kirchengemeinde angefangen hat, gab es in der St. Aldegundiskirche nur zwei Tannenbäume. 2006 hat sie aber aufgestockt, um so ein noch schöneres Ambiente zu kreieren. Vor allem um das Podest mit der Krippe darauf, werden viele Tannen stehen. Zwei stehen außerdem vorne links und rechts am Mittelgang, eine Tanne wird den hinteren Kirchenteil zieren. Und dort zu Ehren kommen. Denn der Baum wird als einziger richtig geschmückt. Die Kinder des St. Aldegundis-Kindergartens werden ihn behängen. "An die anderen Bäume kommt nur eine Lichterkette", erklärt Duda. Allerdings wird diese erst am Heiligen Abend leuchten.

Sicherlich auch einen Blick riskieren sollten die Besucher des Gottesdienstes auch in Richtung der Krippe. Alljährlich wird diese auch liebevoll von der Küsterin gestaltet. Jeden Adventssonntag gibt es ein neues Bild hier zu entdecken. Und jedes Jahr denkt sich Duda neue Geschichten aus, die sie so erzählt. "Für mich ist damit ein kleiner Traum wahr geworden", sagt sie freudig.

(seul)
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