Neues Zuhause fürs THW Emmerich

Ehrenamt : Neues Zuhause fürs THW Emmerich

Am dritten Mai-Wochenende präsentiert der Ortsverband seine neue Unterkunft an der Ostermayerstraße. Schulungs- und Verwaltungsräume, Umkleiden, Fahrzeughalle sowie eine Theke mit THW-Charme sind entstanden.

(mavi) Wer die alte Unterkunft des Ortsverbandes Emmerich des Technischen Hilfswerkes (THW) an der Tackenweide noch vor Augen hat, der kann nur staunen, wie schön das neue Domizil an der Ostermayerstraße 3 geworden ist.

Der Ortsverband Emmerich wurde 1952 gegründet. Nach ersten Unterbringungen an der Gasoline bei Probat und an der Nierenbergerstraße folgte Ende der 80er-Jahre der Umzug zur Tackenweide. Auch eine Erweiterung auf das dahinter liegende Wohnhaus reichte irgendwann nicht mehr: Mit zusätzlichen Aufgaben musste zusätzliche Ausstattung her. „Auch der erfreuliche Umstand, dass mittlerweile auch Mädchen und Frauen den Weg zum THW fanden, sorgte für weitere Raumanforderungen“, schildert Ortsbeauftragter Ingo Niehues. Die immer größer werdenden Fahrzeuge fanden nur durch „Tetris“-Talent ihren Weg in die Halle.

Das Heck eines THW-Fahrzeuges wurde hinter der Bartheke installiert. Foto: Jörg Terbrüggen

Endgültig ein neues Gebäude musste her, als die Brandschutzbestimmungen 2016 geändert wurden. Bei einer Tasse Kaffee mit Alex Reinhart-van Gülpen wuchs die Idee, die ehemalige Bürstenfabrik von an der Ostermayerstraße zu nutzen – in perfekter Lage nahe zur B220, zur A3 und zum Rhein. Das Ingenieurbüro Coenen aus Goch übernahm die Planung. Die Bundesanstalt für Immobilien-Aufgaben (Bima) mietete für das THW bei Lensing & van Gülpen die neue Immobilie an. Alles in allem ein aufwendiges Genehmigungsverfahren. Weitere drei Monate kostete die Beseitigung von PCB-haltigen Lacken am Stahl. Auch die Auftragslage in der Baubranche habe den Fortschritt nicht erleichtert, verriet Reinhart-van Gülpen, sodass insgesamt eine Bauzeit von acht Monaten nötig war.

Auf dem 7000 Quadratmeter großen Areal entstand ein 527 Quadratmeter großer Komplex mit Schulungs-, Verwaltungsräumen, Umkleiden, sanitären Anlagen und einer Fahrzeughalle mit rund 460 Quadratmetern Fläche. Für besonderen Charme hat das THW selbst gesorgt. Im Eingangsbereich sind historische THW-Gegenstände ausgestellt. Fast ein kleines Museum. Und im Gesellschaftsraum mit großen Fenstern zur Fahrzeughalle haben der Zugführer Frank te Kempel und Jonas Brüggemann als Dankeschön für den Kraftakt an alle engagierten Kollegen eine besondere Theke gebaut. „Eine Überraschung für die Mannschaft“, so te Kempel.

Ein Heck eines alten THW-Fahrzeuges, das sie in Duisburg entdeckten, prunkt an der Wand. Die Theke ist wie das im Einsatz übliche Abstützsystem Holz verbaut – quasi ein Lehrstück für Neulinge.

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