Emmerich: Neuer Standort: Hinze macht dem VdK Mut

Emmerich : Neuer Standort: Hinze macht dem VdK Mut

Sozialverband muss bis 2019 Räume an der Eltener Straße verlassen.

Versprechen kann er natürlich noch nichts. Aber Bürgermeister Peter Hinze hat mehr als ein offenes Ohr für die Nöte des VdK-Ortsverbandes Emmerich bewiesen und Hoffnung gemacht. Der VdK hatte nun in seine Räume an der Eltener Straße geladen, die er bekanntlich bis 2019 verlassen muss. Eifrig ist der VdK auf der Suche nach neuen Räumen - und die sollten möglichst im Innenstadtbereich sein, wie der Vorsitzende des VdK in Emmerich, Hans-Jürgen Schagen, Peter Hinze noch einmal verdeutlichte. Der zeigte Verständnis für die Situation.

"Ich kann mir vorstellen, dass es schwer ist als Sozialverband die Mieten in der Innenstadt zu zahlen", so Hinze und machte weiter Mut. "Beim Kinderschutzbund, der ebenfalls auf der Suche nach Räumen war, ist uns eine Lösung gelungen", so Emmerichs Erster Bürger. "Und ich bin nicht bang davor zu sagen, dass es uns auch beim VdK gelingen wird." Gespräche mit einem Vermieter habe er bereits geführt. Etwas Nennenswertes gebe es aber noch nicht. Schließlich müssten sich Stadt und VdK erst einmal über mögliche Zuschnitte und Räume unterhalten. Dass der VdK also ab 2019 ohne Räume dastehen wird, sollte also unwahrscheinlich sein. Erleichterung machte sich daher nach den Worten des Bürgermeisters bei den ehrenamtlich engagierten Vorstandsmitgliedern des VdK sichtlich breit.

Diese hatten, quasi als Angebot "Räumlichkeiten gegen mehr Beratung", zunächst die Idee der Errichtung eines Pflegestützpunktes ins Spiel gebracht. Der VdK würde für die Stadt die Beratung übernehmen wollen und dafür eben Räume gestellt bekommen. Doch das sei nicht so einfach, wie nun der Bürgermeister mitteilen musste. Denn einen Pflegestützpunkt gibt es derzeit beim Kreis Kleve - auch wenn dieser bekanntlich nur in Form einer Hotline existiert. "Vom Kreis ist das wirklich schwach", kritisierte Hinze. Der Ansatz, einen Pflegestützpunkt mit Beratung an einem Ort fest zu installieren, "ist sicher ein guter, der verfolgt werden sollte". Denn die Hotline sei kein erhaltenswerter Zustand. Über die Fraktionen im Kreistag sollte versucht werden, an einer neuen Lösung zu feilen - auch mit dem VdK.

Robert Walter, Geschäftsführer der Kreisgeschäftsstelle des VdK, konnte da nur zustimmen "Der Kreis macht zu wenig in der Fläche. Ideal ist es, wenn vielleicht für den Nord- und den Südkreis eine solche Beratung angegangen wird", so Walter.

Auch der Landtagsabgeordnete Stephan Haupt (FDP) wies darauf hin, das gute Beratung von Pflegenden vor Ort unerlässlich ist. Zudem mahnte er an, dass es im Kreis Wesel Beratungsstellen gebe und im Kreis Kleve nur eine Hotline. "Das muss eigentlich gleichmäßig gelöst werden."

(seul)
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