Rees: Neuer Anstrich für Reeser Rheinbrücke ins Auge gefasst

Rees : Neuer Anstrich für Reeser Rheinbrücke ins Auge gefasst

In zwei Jahren könnte Baumaßnahme anlaufen.

100 Jahre hält so eine Brücke. Je nach Stahl-Qualität, heißt es. Die Querung bei Rees stammt aus dem Jahre 1965, ist also ebenso alt wie die "große Schwester in Emmerich", weiß Günther Berkels von Straßen NRW in Wesel. Während beim Bauwerk in Emmerich zurzeit für alle sichtbar die Beschaffenheit der Trag- und Hängeseile gecheckt werden, gibt es in Rees nichts an Bauaktivitäten zu sehen.

Das kann sich aber in den nächsten zwei Jahren ändern. Denn wie es aussieht, könnte die Brücken-Unterseite wieder einen Schutzanstrich vertragen. "Wenn wir im Zuge der Sanierung in Emmerich Zeit haben, etwa während der Ausschreibung, ist das denkbar", sagt der Bauingenieur. Im Klartext: In zwei Jahren könnte, fachmännisch ausgedrückt, unterhalb der etwa 300 Meter langen Reeser Brücke eine "Einhausung" eingerichtet werden. Dann werden die Bauarbeiter von unten die Korrosionsschutz-Farbe entweder streichen oder sprühen können. Dafür ist auch das entsprechend abgedichtete Gerüst, eben die Einhausung, unter der Brücke wichtig. "Wir müssen natürlich darauf achten, dass möglichst wenig alte Farbe beim Abstrahlen in den Rhein gelangt", sagt Berkels.

Ausgeführt wird die Sanierung dann von einer Spezialfirma. Gut zwei Millionen Euro dürfte der Schutz-Anstrich kosten, der aus vier Schichten besteht. "Diese Arbeit fällt alle 20 bis 30 Jahre an", erklärt der 57-Jährige. Der darauf hinweist, dass der Straßenverkehr auf der Brücke durch die rund zwei Jahre dauernde Maßnahme nicht beeinträchtigt wird.

(rey)