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Rees: Neue Variante, neue Kritik

Rees : Neue Variante, neue Kritik

Richtig sauer auf den Landesbetrieb Straßenbau sind die Stadtverwaltung und auch SPD-Chef Harry Schulz. Nur durch Zufall und eher beiläufig erfuhren sie jetzt nämlich davon, dass die Behörde eine weitere Straßen-Variante bei der Trassenführung im Zuge der Betuwe in Millingen prüfen lässt. "In der letzten Woche hatten wir den Anruf von einem Ingenieurbüro, das im Auftrag von Straßen NRW tätig ist und erfuhren da ganz nebenbei, dass jetzt fünf Varianten geprüft werden", berichtet Bauamtsleiterin Elke Strede. Man ließ sich den Plan über das Büro kommen und fiel aus allen Wolken. Hier taucht jetzt nämlich eine neue Trasse auf, die von der Hurler Straße in einem Bogen nordöstlich an Wagnerstraße und Hüttenstraße vorbei auf die Anholter Straße treffen würde. "Diese Variante hatte ein Mitarbeiter des Landsbetriebs bei einem Routinetermin im Februar mal kurz ins Gespräch gebracht. Wir haben aber bereits damals deutlich gemacht, dass für uns als Stadt diese Variante nicht in Frage kommt", sagt Elke Strede. Das habe die Stadt der Behörde extra auch noch einmal schriftlich mitgeteilt.

Umso verärgerter ist man bei der Kommune, dass die Variante jetzt plötzlich doch geprüft wird. "Sie wird von uns komplett abgelehnt, weil sie ortsfern ist und zudem auch noch das neue Baugebiet Rückenbuschfeld tangieren würde", sagt die Bauamtsleiterin, die heute zu dem Thema im Bauausschuss weitere Erläuterungen geben will. Empört ist auch Harry Schulz. "Es kann nicht sein, dass hinter unserem Rücken weitere Varianten geprüft werden." Auch er war nur zufällig an den Plan gekommen. Als stellvertretender Deichgräf war ihm der Plan in die Hände gefallen, weil der Deichverband als Beteiligter in alle Verfahren einbezogen wird.

(RP)