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Neue Touristik-Info in Hochelten eröffnet

Premiere : Touristik-Info in Hochelten eröffnet

Eine große Feier wird wegen Corona zwar erst im kommenden Jahr stattfinden, doch der Betrieb der neuen Touristik-Info in Hochelten läuft bereits jetzt. Und sie ist ein richtiges Schmuckstück geworden.

Heimlich, still und leise wurde gestern die neue Touristik-Info in Hochelten eröffnet. Manon Loock-Braun, Wirtschaftsförderin Sara Kreipe – als Besucherin, da sie noch in Mutterschutz ist, Bürgermeister Peter Hinze und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tranken ein Glas Sekt, aßen ein paar Häppchen und schon ging es an die Arbeit, weil die ersten Touristen vor der Türe standen. „Diese kleine Eröffnung war ein Startsignal für unsere Mitarbeiter: Jetzt geht es los! Wegen Corona gab es keine große Feier. Diese wird aber zum Saisonstart im April 2021 nachgeholt“, sagte Manon Loock-Braun.

Die neue Touristik-Info ist ein echtes Schmuckstück und lockt die Touristen an. Im Innenbereich entsteht durch den Holzfußboden und andere Holzelemente, wie Regale, Holzhocker und eine Platte aus echter Elten-Eiche, in der Strahler eingelassen wurden, eine gemütliche, warme Atmosphäre. „Wir planen bereits seit einigen Jahren und wir sind froh, dass es jetzt innerhalb des EU-Projektes Eltenberg/Bergherbos, in dem das niederländische Montferland und der Eltenberg gemeinsam vermarktet werden, umgesetzt werden konnte“, so die Touristikchefin. Hier bekommen die Gäste Informationen über dieses Gebiet und seine zwölf Sehenswürdigkeiten, aber auch über Unterkünfte, Gästeführungen, Rad- und Wanderwege und vieles mehr.

Mit einem Schild „Willkommen in Elten“ wird der Gast beim Eintreten begrüßt. Anhand einer neu erstellten touristischen Elten-Karte können die Mitarbeiter der Tourist-Info – Beate Lechtleitner und Christina Janßen als Teilzeitkräfte, Gabi Pitz-Wynhoven als geringfügig Beschäftigte und zwölf ehrenamtliche Kräfte – genau erklären, was wo zu finden ist. Diese Karte gibt es auch zum Mitnehmen in einer Broschüre, die gerade am Tag vor der Eröffnung fertiggestellt wurde. Darin steht auch Wissenswertes zu den zwei großen Epochen Eltens: die Zeit des adligen Damenstiftes und die holländische Zeit. Außerdem können die Touristen hier Ansichtskarten und Souvenirs kaufen.

Im Mittelpunkt steht die persönliche Ansprache. „In den letzten Jahren wurde im touristischen Bereich vieles digitalisiert. Deshalb sind unsere Gäste meist gut informiert. Was sie aber im persönlichen Gespräch suchen sind Geheimtipps, die nicht im Internet stehen: regionale Feste, Märkte oder persönliche Erfahrungen auf einem Radwanderweg“, hat Manon Loock-Braun festgestellt.

Besonders stolz ist sie auch auf den 24-Stunden-Info-Terminal vor dem Touristikbüro. Auf einem großen Touch-Screen können die Besucher Tag und Nacht Infos zu den Punkten Erholungsort Elten, Unterkünfte, Essen und Trinken, Touristikinfo, aktiv (wie Wandern und Radfahren), Sehenswertes, Events und Pläne abrufen. Hinter jeder einzelnen „Kachel“ befinden sich weitere Informationen mit Videos, Bildern, Hinweisen, Karten und Texten.

Als weitere „Info-Quelle“ wird eine Tret- und Sprechsäule vor der Türe installiert. Durch das Treten eines Pedals erzeugt man Strom, durch Knopfdruck wählt man eine Sprache – deutsch, niederländisch, englisch – und schon kann man der Geschichte Eltens zuhören.

Noch ist nicht alles fertig. Innen sind die Räumlichkeiten zu 90 Prozent fertiggestellt, aber außen muss noch einiges gemacht werden. Dazu gehört die Pflasterung drumherum. Auf der überdachten „Terrasse“ werden Liegen und Bänke aufgebaut. Auch die Toilettenanlage ist noch nicht fertig.

Doch die Wohnmobilfahrer lassen sich davon nicht abschrecken. „Jeden Tag stehen rund zehn Fahrzeuge auf dem neuen Platz“, erzählte Loock-Braun. Am Touristikbüro wird ein Terminal angebracht, an dem sich die Camper einloggen können. Sie bekommen dann eine Karte für den Wlan-Zugang und zur Benutzung der Toilettenanlage. Auch die Versorgung mit Strom und Wasser wird noch installiert.

Die ersten Gäste haben die neue Einrichtung schon besucht und sind voll des Lobes. „Sehr schön geworden und eine Bereicherung für Elten und den regionalen Tourismus. So kann und sollte es in Emmerich und Umgebung weitergehen“, so ein Kommentar auf Facebook.