Emmerich: Neue Schilder: Idee kommt an

Emmerich: Neue Schilder: Idee kommt an

Vieles deutet darauf hin, dass die Autofahrer künftig auch an der Kreisgrenze begrüßt werden. Die Kreis-CDU hat in einem Antrag an den Landrat ein Konzept für neue Beschilderungen angeregt. Die Stadt Rees begrüßt das.

Das ging ja schneller als gedacht. Nach dem RP-Artikel über fehlende Begrüßungsschilder an der Kreisgrenze hat die CDU jetzt einen entsprechenden Antrag an den Landrat auf den Weg gebracht. "Die CDU-Kreistagsfraktion bittet die Verwaltung um Erstellung eines Konzeptes für die Erneuerung der nach mittlerweile drei Jahrzehnten nicht mehr zeitgemäßen Begrüßungsschilder an den Zugangsstraßen in den Kreis Kleve", heißt es in dem Antrag. Die bisherigen Schilder seien "unansehnlich" geworden. Grafische und textliche Form seien nicht mehr zeitgemäß, so die CDU weiter.

Eine nette Formulierung für die Tatsache, dass es Begrüßungsschilder de facto an den Kreisgrenzen noch gar nicht gibt. Die einzige Begrüßung ist derzeit das Schild "Radarkontrollen", das beispielsweise in Sonsfeld an der B 8 steht. Wer dagegen die selbe Bundesstraße weiter Richtung Mehrhoog fährt, wird hier von einem "Willkommen im Niederrhein-Kreis Wesel" begrüßt.

Mit diesem unterschiedlichen Willkommens-Gruß hat auch die CDU offenbar Bauchschmerzen und möchte jetzt gerne eine Änderung. "Der Kreis Kleve als Wirtschafts-, Tourismus- und Hochschulstandort sollte seine Gäste in ansprechender und gewinnender Form willkommen heißen", so die CDU-Fraktionsvorsitzende im Kreistag Ulrike Ulrich.

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Die Kreisverwaltung will den Antrag jetzt prüfen. "Wir nehmen diesen Ball gerne auf und werden das Thema weiter verfolgen", sagte Kreissprecher Eduard Großkämper. Gerade für Rees hätte eine Änderung positive Folgen, weil dann das wenig ansprechende Radarwarnschild verschwinden würde. Rees hätte dann auch außerhalb der Ortschaften ein Begrüßungsschild.

Die Stadtverwaltung Rees begrüßt die Initiative. "Wilkommensschilder zeigen doch die Freundlichkeit eines Kreises", sagt Pressesprecher Frank Postulart. Die Tafeln wären auch keine Konkurrenz zu den städtischen "Willkommens-Grüßen" an den Ortseingängen. "In Rees würden die Kreisschilder ja in Haldern an die B 8 und bei Millingen an die B 67 kommen, da ist kein Orts-Schild in der Nähe."

In Emmerich gibt es eine Spezialsituation. Auf das Stadtgebiet führt gar keine Straße aus einem anderen Kreis. Allerdings liegt die Kommune an der Grenze und eben dort gibt es bereits ein ganz besonderes Begrüßungsschild: "Willkommen in Nordrhein Westfalen" sehen die Autofahrer am Wegesrand, wenn sie von s'Heerenberg über die B 220 nach Emmerich fahren.

(RP)
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