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Neubau der B 67n: Empeler dringen auf Pkw-Unterführung

Neubau der B 67n : Empeler dringen auf Pkw-Unterführung

Straßen NRW zufolge erhöht sich das Verkehrsaufkommen mit Neubau der B 67n in Empel deutlich. Dabei sei die Querung schon jetzt gefährlich, sagen Cornelius Meyboom und Gerd Klinkhammer.

Cornelius Meyboom und Gerd Klinkhammer drängen auf eine Pkw-Unterführung für den Ortsteil Empel, und zwar auf die von ihnen vorgeschlagene im Bereich Im Bogen. Aus Sicherheitsgründen, sagt Klinkhammer, ehemaliger Reeser Stadtdirektor. „Es ist doch lebensgefährlich, die B 67 wegen des hohen Verkehrsaufkommens zu queren“, schimpft Empels Ortsvorsteher Meyboom. Er fürchtet, dass das Queren nach Fertigestellung der Straße B 67n noch gefährlicher wird.

Bekanntlich soll der Ausbau der Umgehungsstraße B 67n künftig die auslaufende B 67 bei Kalkar-Kehrum mit der Autobahn A 57 verbinden. Straßen NRW rechnet damit, dass die neue Straße bis 2030 täglich 16.000 Fahrzeuge aufnehmen wird. Laut Straße NRW betrug die Verkehrsbelastung auf der B 67 nördlich der B 57 im Jahr 2018 etwa 9500 Kraftfahrzeuge pro Tag. Ohne Neubau der B 67n wird für das Jahr 2030 im gleichen Bereich ein Verkehrsaufkommen von 10.500 Fahrzeugen pro Tag prognostiziert. Mit Neubau der B 67n erwartet man für das Jahr 2030 eine Verkehrsbelastung von 15.500 Fahrzeugen pro Tag, was eine Erhöhung um 5000 Fahrzeuge pro Tag darstellt. „Es ist davon auszugehen, dass der Streckenzug im weiteren Verlauf bis zur A 3 die gleiche Erhöhung aufweist“, teilt die Sprecherin von Straßen NRW mit. Schon heute meiden viele Ortskundige die Querung der B 67 und nutzen von der Halderner Straße aus den etwa einen Kilometer langen namenlosen Schleichweg, von vielen Laakhauser Weg genannt, der die Halderner Straße mit der Reeser Straße verbindet und unter der B 67-Trasse verläuft.

Klinkhammer und Meyboom können sich vorstellen, dass künftig der Verkehr vom Laakhauser Weg weitergeführt wird bis zur Höhe der Straße Im Bogen. Von der anderen Bahnseite aus gesehen, stellt sich das so dar: Die Trasse soll von der tief liegenden Straße Im Bogen unter die Schienen geführt und an der Hüttenstraße, die ebenfalls tiefer liegt, angebunden werden. „Dabei muss die Straße nur leicht verbreitert werden“, sagt Meyboom.Die beiden Empeler können sich aufgrund des moderaten Verkehrsaufkommens eine Einspurigkeit vorstellen, bei der eine Ampelanlage wechselseitig den Verkehr freigibt.„Mit dieser Variante sei der Sicherheit der Autofahrer gedient“, sagt Klinkhammer.

Laut Konsenslösung ist keine Bahnquerung für Pkw in Empel vorgesehen. Es soll lediglich eine Atrium für Millingen und Empel geben, das von Radfahren und Fußgängern genutzt werden kann. „Das ist nicht schlecht, aber was wir in Empel wirklich brauchen, ist eine Lösung für Autofahrer“, sagt Klinkhammer. Die vom Verkehrsminister angedachte Umfahrung, die einen rund 2,5 Kilometer langen Umweg bedeute, werde nicht angenommen, sind sich die beiden Empeler sicher.

(rau)