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Emmerich: Neu: Streife per Fahrrad

Emmerich : Neu: Streife per Fahrrad

Wenn ein Ladendieb Fersengeld gibt – Uwe Terhorst hat ihn mit Sicherheit. Denn der 41-jährige Polizist geht mit einem Trekking-Rad auf Streife. Seit wenigen Tagen ist er in Emmerich unterwegs. Bald wohl auch in Rees.

emmerich/rees Seit knapp einem Jahr arbeitet der Reeser auf der Polizeiwache in Emmerich. Den Einsatz mit dem sportlichen Fahrrad kennt er noch aus seiner Zeit bei der Kreispolizeibehörde in Wesel. Da gehörte er vor sechs Jahren zu den ersten Polizisten, die mit dem Rad auf Streife gingen.

Das war damals ein Versuch der Polizei, an größeren Standorten die Ordnungshüter mobiler und schneller zu machen als ihre Kollegen im Streifenwagen. Mit Erfolg.

„Mit dem Fahrrad kann man zum Beispiel in der Innenstadt ganz schnell reagieren, wenn ein Einsatz ist“, sagt Uwe Terhorst. Da, wo der Streifenwagen an der Enge einer Straße scheitert und die Zivilstreife zu Fuß nicht folgen kann, ist das Fahrrad ideal. Zumal Uwe Terhorst alles dabei hat, was ein Polizist braucht. Angefangen von Handschellen und Schusswaffe bis hin zum Funkgerät. Sogar mit dem Alco-Tester war Terhorst schon unterwegs. Im Rucksack auf dem Rücken. „So ist man einfach schneller.“

In den vergangenen Tagen ist der 41-Jährige, der in Isselburg aufgewachsen ist und heute mit Ehefrau und drei Kindern in Millingen lebt, im Innenstadtbereich unterwegs gewesen. Aber auch die Ortsteile hat er sich vorgenommen. „Es ist einfach gut, wenn die Leute auch in Vrasselt oder Praest sehen, dass die Polizei präsent ist.“ Zumal er erfahren hat, dass die Menschen ihn, wenn sie ihn auf dem Rad sehen, gerne ansprechen. „Ich werden demnächst mit dem Rad auch in Rees unterwegs sein“, verspricht er.

Sollte ein Bösewicht auf die Idee kommen, dass ein 41-Jähriger auf dem Fahrrad vielleicht nicht mehr ganz so schnell ist – da liegt er falsch. Terhorst ist seit einigen Jahren bei der Radsportgemeinschaft Haldern 03. Und bei den letzten Landesmeisterschaften der Polizei im Zeitfahren kam er auf einen Schnitt von 35 Stundenkilometern.

Übrigens: Die Fahrradstreife gibt es nicht nur im Sommer. „Ich habe auch Winterklamotten“, sagt Terhorst.

(RP)