Rees : Buena Ressa dreht auf

Die vor vier Jahren gegründete Reeser Musikinitiative hat ihre Clubräume an der Empeler Straße umgebaut. Das Programm für die nächsten Monate steht. Zusammenarbeit über Stadtgrenzen hinweg wird angestrebt.

Den heißen Sommer hat der Buena Ressa Music Club genutzt, um die Clubräume an der Empeler Straße 85 umzubauen und das Programm für das zweite Halbjahr zu planen. Vorsitzender Egon Schottek und Kassierer Rainer Dahmen präsentierten jetzt die Resultate. So wurde die Wand neben der Bühne abgerissen, damit die Künstler ab sofort auch von der Chill-Ecke aus gut zu sehen sind. Zwei zusätzliche Lautsprecher und eine erweiterte Schalldämmung sorgen im vergrößerten Publikumsbereich für die optimale Akustik.

Neben circa 1500 Euro hat der Buena Ressa Music Club viele ehrenamtliche Arbeitsstunden investiert. Außer dem wahlberechtigten Vorstand, bestehend aus Egon Schottek, Ulli Flür, Rainer Dahmen, Jan Leppink, Klaus-Dieter Keusgen und Marcel Bucksteeg, haben sich vor allem Heinz Terhorst, Ingo Mäteling und René Collando um die handwerklichen Maßnahmen verdient gemacht. Der Music Club hat inzwischen 70 feste Mitglieder, die jeweils einen Jahresbeitrag von 20 Euro zahlen, und zählte in den letzten vier Jahren 3000 Gäste, die sich als „Tagesmitglieder“ für zwei Euro den Zugang zu Konzerten und Sessions erkauften.

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Zu den Programm-Highlights der kommenden Saison zählen ein Clubkonzert mit Westernhagen-Drummer Charly Terstappen und Special Guest Sandra Kozlik am 14. September, Martin Engeliens GoMusic mit Gee K. und Wolff-Maahn-Keyboarder Jürgen Dahmen am 6. Oktober und ein Clubkonzert mit dem Topgitarristen Dennis Hormes am 12. Oktober. Die Karten kosten 12 Euro im Vorverkauf und 15 Euro an der Abendkasse. Sie können verbindlich per Mail an kontakt@buenaressa.de vorbestellt oder, jeweils einige Wochen vor dem Konzert, im Keramikcafé Momentmal in der Dellstraße 16 gekauft werden.

Weitere Konzerte geben die deutsch-niederländische Rockformation Four Dudes (21. September), Wolfspelz und Sandrine Lisken (28. September), Eyevori (19. Oktober), die Tom-Petty-Coverband Craving Hands (26. Oktober), der „Teufelsgeiger“ Manni Neumann (9. November), die Emmericher Formation Stay KingPin (16. November) und die Väter Mülheims (30. November). Alle Termine, Preise und weitere Infos stehen auf der Internetseite www.buenaressa.de

Der eingetragene Verein lädt an jedem ersten Samstag des Monats zum Akustik-Jam und an jeden zweiten Samstag zur Open Stage ein. Bands und Solokünstler können ohne Anmeldung die Bühne nutzen. „Wenn sie sich aber doch anmelden, können wir im Vorfeld die optimalen technischen Voraussetzungen schaffen und die Band zum Beispiel als Opener einplanen“, sagt Egon Schottek. Immer beliebter werden die Proben mit Chorleiter Rainer Dahmen. Das nächste Treffen der aktuell 20 Sängerinnen und Sänger aller Altersstufen ist am kommenden Montag um 20 Uhr. Danach trifft sich die Gruppe, die sich wortspielerisch „Rainer Dahmen Chor (auch für Herren)“ nennt, an jedem zweiten Samstag.

Der Vorstand weist darauf hin, dass die Clubräume jenseits der Konzerte und Sessions auch für Bandproben, private Konzerte und Partys gemietet werden können. Das Entgelt kommt den Aktivitäten des Music Clubs zugute. Die bespielbare Fläche und der Publikumsbereich umfassen 90 Quadratmeter und sind für 80 Besucher zugelassen. Entsprechend schnell waren das letzte Konzert von Martin Engelien oder auch das Benefizkonzert von und für Stella Scholaja „ausverkauft“.

„Wir können voller Stolz sagen, dass wir uns in Rees und darüber hinaus etabliert haben“, sagt Egon Schottek über den 2014 gegründeten Buena Ressa Music Club. Im nächsten Schritt schwebt dem Vorsitzenden eine verbesserte Zusammenarbeit mit Musik-Initiativen im Kreis Kleve vor: „Wir können zum einen unsere Konzerttermine besser aufeinander abstimmen, zum anderen aber auch an einem Strang ziehen, wenn es darum geht, namhafte Künstler in unsere Region zu holen.“ Allein das Facebook-„Netzwerk“ des Reeser Clubs umfasse derzeit 630 Mitglieder, meist Musiker. Dieses Potenzial gelte es in Zukunft noch stärker zu nutzen.

(Michael Scholten)