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Emmerich: Mühlenverband sucht Archivräume

Emmerich : Mühlenverband sucht Archivräume

Mitgliederversammlung in Hamminkeln. Standort in Geldern kann nicht mehr genutzt werden.

Im nächsten Jahr wird die Herrlichkeitsmühle in Issum 250 Jahre alt. Grund genug für den Rheinischen Mühlenverband, seine Mitgliederversammlung am 3. März 2019 in Issum auszurichten. Dann feiert auch der Verband sein 25-jähriges Bestehen, der 1993 mit dem Ziel gegründet wurde, die Wind- und Wassermühlen in der Region zu erhalten und zu erforschen. Die jüngste Versammlung fand jetzt im Gasthof Küpper in Hamminkeln-Dingden statt.

Gastgeber war Mühlenbesitzer Ulrich Knorth, der die Gäste später auch durch seine Industriemühle in Wertherbruch führte. Knorth wurde außerdem zum Kassenprüfer gewählt. Er komplettiert das Team um den ersten Vorsitzenden Reinhold Pillich, der bei den Vorstandswahlen einstimmig in seinem Amt bestätigt wurde. Hamminkelns Bürgermeister Bernd Romanski hob in seinen Grußworten den historischen und touristischen Wert der Mühlen in Hamminkeln und seinen Ortsteilen hervor.

Auf großes Interesse stieß der Fachvortrag des Diplom-Ingenieurs und Rechtsanwalts Axel Meyer über die Anfälligkeit des Mauerwerks vieler Mühlen. Durch die konische Bauform und die künstlich angeschütteten Mühlenberge sei es oft eine Herausforderung, den unteren Bereich vor Feuchtigkeit zu schützen, zumal denkmalpflegerische Auflagen des Landeskonservators erforderliche Umbauten erschweren. Mühlenexperte Paul Wissing veranschaulichte am Beispiel der Reeser Scholten-Mühle, wie sich mitunter Kompromisslösungen finden lassen, die den Verfall des Mauerwerks stoppen können.

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Referent Axel Meyer will seinen Beitrag schon in naher Zukunft auf der Internetseite unter www.rheinischer-muehlenverband.de bereitstellen.

Der erste Vorsitzende Reinhold Pillich bat die Mitglieder, Vorschläge für einen neuen Standort des verbandseigenen Mühlenarchivs einzureichen. Nachdem die bisherigen Räume in Geldern nicht mehr genutzt werden können, fehlt es dem Rheinischen Mühlenverband an einem 15 bis 20 Quadratmeter großen Raum, der trocken und frostfrei sein muss und im Idealfall über einen eigenen Zugang verfügt. "Wir brauchen eine zentrale Anlaufstelle", betonte Geschäftsführer Lothar Esser und bat die Mitglieder, in ihren Gemeinden zu ermitteln, ob dort ein Archivraum "kostenneutral oder kostenschonend" zu bekommen sei.

Lothar Esser überraschte die Versammlung mit der Nachricht, dass sein Wohnort Wegberg nun offiziell zur "Mühlenstadt Wegberg" ernannt worden sei. Das Ministerium für Inneres und Kommunales des Landes Nordrhein-Westfalen (MIK NRW) habe den entsprechenden Antrag bewilligt. Inzwischen verwende die Gemeinde Wegberg nur noch neues Briefpapier, in dessen Logo ein markantes Mühlenrad zu sehen sei.

(RP)