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Rees: Mühle: Bücherverkauf erlaubt

Rees : Mühle: Bücherverkauf erlaubt

Überraschendes Angebot für die Hauptschule Rees. Nachdem die Schüler eine Absage für den Büchermarkt an der Promenade bekommen haben, bietet Familie Scholten ihnen an, Literatur am Mühlentag zu verkaufen.

Offenbar gibt es doch noch Aussichten, dass die Hauptschule einen Buchverkauf zu Gunsten von Japan organisieren kann. Wie berichtet, wollten Eltern und Schüler beim Büchermarkt an der Promenade Literatur verkaufen, um die Opfer der Atom-Katastrophe von Fukushima zu unterstützen. Die Schule bekam allerdings eine Absage. Einmal hätten sich die Eltern zu spät angemeldet, außerdem würden als neue Stände nur noch gewerbliche Verkäufer angenommen, hieß es von den Organisatoren.

Enttäuscht von Absage

Die Absage hatte für viel Enttäuschung bei Eltern und Schülern gesorgt. Daraufhin hat sich jetzt Familie Scholten an die Hauptschule gewandt. "Ich möchte Sie und Ihre Schüler herzlich einladen, sich am Sonntag, 31. Juli, im Rahmen des Mühlentages an der Reeser Scholten-Mühle an einem privaten Bücher- und Trödelmarkt zu beteiligen", schreibt Michael Scholten in einer E-Mail an Rektorin Ursula Rauch.

Der Buchstand der Hauptschule zu Gunsten von Japan würde auch thematisch sehr gut passen. "Gisela Behrendt wird dort Bücher für ihre Sri-Lanka-Hilfe anbieten, Familie Scholten wird Bücher zugunsten meiner Kambodscha-Projekte verkaufen. Da wäre ein drittes asiatisches Land, nämlich Japan, perfekt im Schatten der Mühle aufgehoben", so Michael Scholten weiter.

Ganz unabhängig davon, ob die Rheinschule durch eine Ausnahmeregelung doch noch zum Reeser Büchermarkt zugelassen wird, würde sich Familie Scholten freuen, wenn die Schüler am Bücher- und Trödelmarkt an der Windmühle teilnehmen würden. "Es werden keine Standgebühren oder ähnliches erhoben, die Schüler müssten lediglich einen Tapeziertisch mitbringen. Erfahrungsgemäß wird der Mühlentag von circa 300 bis 500 Besuchern genutzt, die sich bestimmt über das zusätzliche Warenangebot der Schüler freuen würden." Hauptschulleiterin Ursula Rauch hat das Angebot gestern total überrascht. "Ich finde die Initiative toll, denn es ist bemerkenswert, wenn sich jemand für die Interessen der Hauptschule einsetzt." Die Idee, am Mühlentag teilzunehmen, findet sie gut. Allerdings muss das Thema erst noch mit den zuständigen Eltern besprochen werden. Die will sie umgehend über das Angebot informieren.

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(RP)