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Emmerich: Motivation fürs Ehrenamt

Emmerich : Motivation fürs Ehrenamt

Die Emmericher CDU lud zu einem Meinungsaustausch über das Ehrenamt ein. Die Idee, die engagierten Mitbürger einmal an einen Tisch zu bringen, stieß bei den Beteiligten auf positive Resonanz.

„Ich muss dahinter stehen, und es muss mir Freude machen“, antwortete Marianne Lorenz auf die Frage, wie ihre Motivation für ein Ehrenamt aussieht. Marianne Lorenz ist unter anderem für „Familien in Not“ tätig. Die Freude an der Tätigkeit steht für die meisten ehrenamtlich Engagierten im Vordergrund. Deshalb sei es sehr wichtig, aus dem großen Angebot an sozialen, kulturellen und sportlichen Vereinen für Jeden, der sich engagieren möchte, das Richtige zu finden, meinte Norbert Gerding, Vorsitzender des Freiwilligenzentrums Kreis Kleve.

Nicht immer leicht

Zu einem Meinungsaustausch über das Ehrenamt hatte die CDU- Stadtverbandsvorsitzende Birgit Sloot eingeladen und etwa 30 Personen waren am Donnerstagabend zum Kapaunenberg gekommen. In einem intensiven Gespräch, an dem unter anderen Bürgermeister Johannes Diks, die Gleichstellungsbeauftragte Elisabeth Schnieders und die Vertreterin der Wirtschaftsförderung Jutta Conrad-Heering teilnahmen, wurde über Positives und Probleme der freiwilligen Mitarbeit diskutiert. Zunächst wurde ein kurzes Resümee zum Stadtfest, auf dem den Vereinen eine Plattform geschaffen wurde, sich vorzustellen, gezogen. Der Bürgermeister lobte die CDU, die den Vereinen diese Gelegenheit mit Unterstützung der Wirtschaftsförderung geboten hatte. Einige Vereine verzeichneten sogar einen Mitgliederzuwachs. „Der Tag war sehr positiv für uns, wir sitzen ja sonst nur im kleinen Zimmerlein“, meinte Amateurfunker Hermann Römer.

Ehrenamt sei nicht immer leicht, so die Meinung der Anwesenden. Es sei schwierig, junge Leute zu motivieren, viele können durch Beruf und Studium nicht weiter machen und manche gesetzliche und steuerliche Auflage mache den ohne Entgelt Tätigen die Aufgabe schwer. „Es sind immer die gleichen Leute, die sich engagieren“, stellte Volker Klein, Vorsitzender von Budokwai Emmerich fest. Viele seien nicht bereit, Verantwortung zu übernehmen. Dem widersprach Birgit Sloot, die lobend das vielfältige ehrenamtliche Engagement in Emmerich erwähnte. Wichtig sei, das vorhandene Engagement zu vernetzen, so Johannes Diks und in die Öffentlichkeit zu bringen. Das konnte Renate Müller von der Hospizbewegung nur bestätigen. „Viele Menschen wissen nicht, dass es uns gibt. Wir wünschen uns mehr Helfer“. Ingeborg Stecher, Vorsitzende des Kneipp-Vereins, lobte: „Ihre Idee, uns hier zusammenzubringen, ist für mich ein Gewinn!“

Man müsse nicht nur neue Mitglieder werben, sondern die vorhandenen auch pflegen“, meinte Gregor Reintjes vom Heimat- und Verschönerungsverein Hüthum. Und Diks erwähnte, dass für bestimmte Projekte trotz der angespannten Haushaltslage aus den Stiftungen auch finanzielle Unterstützung zu bekommen wäre, eventuelle Anträge werde er unterstützen.

(RP)