Missbrauch in Rees

13-Jährige in Rees belästigt: Keine U-Haft nach Sex-Angebot

Ein 25-jähriger Inder ist aus der Polizeizelle entlassen worden. Der Staatsanwalt entschied, dass der Mann nicht in Untersuchungshaft muss. Ihm wird vorgeworfen, einem 13-jährigen Mädchen am Dienstagabend Sex gegen Geld angeboten zu haben.

Keine U-Haft, weil der Mann dem 13-jährigen Mädchen kein körperliches Leid in Form von sexueller Gewalt angetan hat, sondern „nur“ Geld für Sex angeboten hat. Das ist die Begründung der Staatsanwaltschaft, dass der Mann nicht in ein Gefängnis muss, sondern sich auf freiem Fuß befindet. Ein 13-jähriges Mädchen aus Rees wurde Dienstag gegen 19.30 Uhr in der Reeser Innenstadt von dem 25-jährigen Mann aus Indien sexuell belästigt.

Das Mädchen hatte sich am Busbahnhof von einem Freund verabschiedet und lief anschließend über einen Fußweg durch Raadts Wäldchen in Richtung Sahler Straße. In diesem Wäldchen hielten sich drei Männer auf, von denen einer dem Mädchen folgte. Der Mann sprach das Mädchen in gebrochenem Deutsch und Englisch an und forderte es auf, stehenzubleiben. Danach erfasste er die 13-Jährige am Arm und hielt sie fest. Im folgenden Gespräch bot er dem Mädchen unter anderem Geld für sexuelle Handlungen. Die junge Reeserin rief mehrmals "Stopp" und lief davon, der Mann folgte ihr. Anschließend klingelte die 13-Jährige an mehreren Haustüren der Sahlerstraße, traf aber auf keine Anwohner. Das Mädchen lief nun in Richtung Innenstadt. Auf der Straße Vor dem Falltor traf die weinende 13-Jährige zunächst auf einen Bekannten und kurz darauf auf einen Onkel. Nachdem sie diesem vom Vorfall berichtet hatte, ging der Onkel auf den Mann zu, der lief allerdings davon. An der Empeler Straße in Höhe der Weseler Straße konnte der Onkel den Mann einholen und bis zum Eintreffen der alarmierten Polizei festhalten.

Auf diesem Weg ging das Mädchen. Foto: Michael Scholten
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Bei dem Tatverdächtigen handelt es sich laut Polizei um einen 25-Jährigen mit indischer Staatsbürgerschaft aus Erftstadt.

(hg)
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