20 Jahre Kunstforum in Emmerich Rückschau aufs PAN mit politischer Prominenz

Emmerich · Hoher Besuch aus Düsseldorf am Sonntag in Emmerich. Weil das Kunstforum sein 20-jähriges Bestehen feiert, kommt Ministerin Ines Brandes zum Festakt.

Das Bild zeigt eine Schau junger Modedesigner aus Düsseldorf im Kunstforum im Jahr 2004.

Das Bild zeigt eine Schau junger Modedesigner aus Düsseldorf im Kunstforum im Jahr 2004.

Foto: Endermann, Andreas (end)

Als es Anfang der 2000er Jahre darum ging, in Emmerich aus Teilen der alten Schokoladenfabrik Lohmann ein Museum für die Plakatsammlung Müller zu machen und überdies junger Kunst eine Heimat zu geben, war der Widerstand groß. Besonders in der BGE (Bürgergemeinschaft Emmerich). Mehr als 7000 Unterschriften sammelten die Mitglieder des politischen Vereins gegen die Gründung.

Das ist mehr als 20 Jahr her. Vom Widerstand ist nichts mehr geblieben. Das PAN ist etabliert und gilt neben der Promenade als Visitenkarte der Stadt.

NRW-Ministerin Ina Brandes kommt am Sonntag nach Emmerich.

NRW-Ministerin Ina Brandes kommt am Sonntag nach Emmerich.

Foto: dpa/David Young

Am Sonntag gibt es den Festakt, der für alle Beteiligten vielleicht so etwas ist wie das Sahnehäubchen nach den vielen Jahren der Arbeit und des ehrenamtlichen Engagements.

Der Festakt am Sonntag ist folgendermaßen geplant.

Beginn ist um 11 Uhr mit einer musikalischen Eröffnung mit „Jazz im Glück“. Danach folgt die Begrüßung und ein kurzer Rückblick durch Irene Möllenbeck. Sie ist die Vorsitzende des Kuratoriums der PAN-Stiftung.

Dann folgen Grußworte durch Gerhard Gertsen, den stellvertretenden Bürgermeister Stadt Emmerich, sowie René Grohnert. Er ist Leiter des Deutschen Plakat-Museum im Folkwang-Museum in Essen.

Die Festrede hält danach Ina Brandes. Es folgt ein musikalischer Abschluss mit „Jazz im Glück“. Das Ende der Veranstaltung ist gegen 12.15 Uhr.

Ein paar Details zum PAN-Kunstforum.

Das PAN wurde als Kunst- und Designmuseum am 12. Juli 2003 in der ehemaligen Schokoladenfabrik Lohmann am Nonnenplatz eröffnet. Die Sammlung entstand aus dem Plakatmuseum am Niederrhein, das durch den Rektor der Sankt Martinischule, Ernst Müller, seit den 60er Jahren aufgebaut wurde.

Das PAN bekommt von der Stadt Emmerich einen jährlichen Betriebskosten-Zuschuss zwischen 70.000 und 75.000 Euro. Die Politik in Emmerich hat einer Verlängerung des Nutzungsvertrages für weitere fünf Jahre zugestimmt. Das Geld gibt es nur für den Kunstbetrieb im Erdgeschoss und im Keller. Im Gastro-Bereich oben muss der PAN e.V. selber für Einnahmen sorgen. Das Geld holen die Ehrenamtlichen mit ihrem Engagement rein.

Die Emmericher Politik hat vor kurzem weiteren Hilfen fürs PAN zugestimmt. Dabei ging es nicht nur ums Marketing und Verbesserungen am Gebäude, sondern auch um mehr Veranstaltungen im Gastrobereich beziehungsweise im großen Multifunktionsraum. Mehr private Veranstaltungen sollen in das Kunstforum, ist das Ziel.

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