Emmerich: Milchwoche mit Graffiti eröffnet

Emmerich : Milchwoche mit Graffiti eröffnet

Auf dem Speetenhof in Kranenburg-Mehr gab es gestern den Startschuss für 17 Veranstaltungen im Kreis Kleve zum Thema Milch. Die Aktionen reichen von der Radtour über den "Milchweg" bis zum Sahneschlag-Wettbewerb.

Früher hieß es: "Die Milch macht's!". Jetzt lautet der Slogan "Milch kann mehr!" Damals wie heute ist man sich darüber einig, dass Milch ein vielfältiges Produkt ist, das gewürdigt und gefeiert werden muss. Die Landesvereinigung der Milchviehwirtschaft Nordrhein-Westfalen tut dies mit der landesweiten "Woche der Milch", für die gestern auf dem Spetenhof in Kranenburg-Mehr der Startschuss fiel.

Zunächst stellte Landwirtin Rita Derksen ihren Hof vor. Mit ihrem Speetenhof haben Gerd und Rita Derksen vor 26 Jahren mit der Direktvermarktung von Milch begonnen. 2016 übernahmen die Kinder Anne und Andreas den Betrieb. "Die Milchwoche ist für uns eine wunderbare Gelegenheit, die Vielfältigkeit des Produkts zu zeigen", sagt Rita Derksen.

Hans Leser, stellvertretender Leiter der Abteilung "Landwirtschaft, Gartenbau und Ländliche Räume" im Landwirtschaftsministerium NRW, lobte den Speetenhof "als gutes Beispiel dafür, wie Produktion, Verarbeitung und Vermarktung aus einer Hand gelingen kann". Verbraucher könnten sowohl auf dem Speetenhof als auch bei der Milchwoche "Milch mit allen Sinnen erleben", sagte er. Anschließend griff er zur Sprühdose. Schüler der Joseph-Beuys-Gesamtschule in Kleve hatten gemeinsam mit dem Künstler Jonas Wömpner Graffiti mit Motiven rund um die Milch erstellt, die gestern auf dem Speetenhof präsentiert wurden. Leser durfte - symbolisch- das Werk mit einigen Sprüh-Stößen vollenden.

So geht die Milchwoche weiter: Der morgige Sonntag, 3. Juni, steht im Zeichen der Bewegung. Ob bei einer geführten Radtour über den Milchweg oder beim Hand-Sahneschlagwettbewerb. Um 11.30 Uhr heißt es am Treffpunkt Haus Riswick in Kleve: "Auf die Räder, fertig, los zum Milchweg!" 21 bis 38 Kilometer sind zu strampeln, dazu gibt's Infos zum Thema Milch. Damit die kulinarische Erfahrung nicht zu kurz kommt, reichen die Klever Landfrauen an verschiedenen Stationen leckere Stärkungen in Form von Milchprodukten. Ein kleiner Ansporn: Die größte Gruppe, der kleinste und älteste Teilnehmer sowie der Teilnehmer mit der weitesten Anreise werden prämiert.

Das zweite Angebot lockt die Teilnehmer nach Grieth zum Hanselädchen. Dort werden Becher geöffnet, die Sahne wird in Töpfe geschüttet, aber dann geht's nicht etwa an den Mixer, stattdessen ist Handarbeit angesagt.

Beim Sahneschlagwettbewerb fordert NRW-Milchmaskottchen Kuh Lotte schlagkräftige Gäste zum Sahneschlagen so wie früher heraus. Fest steht: Kraft und Ausdauer zahlen sich aus, wer am effektivsten den Schneebesen schwingt, hat gewonnen. Die Café-Gäste brauchen an diesem Tag für die Sahne auf dem Kuchen nichts extra zu bezahlen. Anpfiff ist um 15 und um 16 Uhr am Griether Dorfladen.

Am Montag, 4. Juni, ist von 10 bis 11 Uhr Gelegenheit zur Besichtigung der Hofmolkerei Speetenhof. Die Besucher erhalten Einblicke in die Milcherzeugung und den Alltag eines Milchbetriebes mit angeschlossener Hofmolkerei. Anmeldung unter info@milch-nrw.de (E-Mail). Am gleichen Tag lädt NRW-Milchmaskottchen Kuh Lotte zum Richtfest der Bio-Käserei Aurora in Kranenburg-Nütterden, Im Hammereisen 15, um 15 Uhr ein. Bei einer Führung durch die Käserei erfahren die Teilnehmer alles über die Lagerung und Verarbeitung von Käse.

Höhepunkt und Abschluss der Milchwoche sind die Kochshows von Fernsehkoch Björn Freitag am Donnerstag, 7. Juni, im Versuchs- und Bildungszentrum Landwirtschaft Haus Riswick in Kleve. Prominente Gäste aus dem Kreis gehen dem Küchenprofi zur Hand. Zwischen den Shows bereitet eine Landfrau aus saisonalen Produkten leckere Gerichte zu. Die Veranstaltung im Haus Riswick dauert von 12.30 bis 17 Uhr.

(RP)
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