Michael Roos ist Rheinkönig in Rees

Zum ersten Mal ein Mann : Michael Roos ist der neue Rheinkönig

Der 46 Jahre alte Tambourmajor trat beim 19. Rheinfest die Nachfolge der Rheinkönigin Heike Semelka an.

Michael Roos ist der erste Rheinkönig in der Reeser Geschichte. Der 46 Jahre alte Tambourmajor trat beim 19. Rheinfest die Nachfolge der Rheinkönigin Heike Semelka an. Ein Jahr lang wird Roos nun bei Festen und Aktionen der Reeser Werbegemeinschaft (RWG) aktiv sein und seine Heimatstadt auf Reisemessen vertreten.

Das Rheinfest war am Sonntag gut besucht. Foto: Michael Scholten

Zu den ersten Gratulanten auf der RP-Bühne vor dem Rathaus gehörten die stellvertretende Bürgermeisterin Mariehilde Henning und die RWG-Vorsitzende Renate Bartmann. Es sei viel Überredungskunst durch die RWG im Spiel gewesen, erklärte der Rheinkönig in seiner Antrittsrede. Die Sorge, als „Pöstchenjäger“ kritisiert zu werden, sei ebenso dagewesen wie die Gewissheit, durch ein weiteres Ehrenamt noch weniger Zeit für die Familie zu haben. Andererseits sei die Berufung zum ersten Rheinkönig auch eine große Anerkennung. „Ich rege mich über diejenigen auf, die nur meckern und selbst die Zeit hätten, sich in Vereinen, Verbänden und Organisationen zu engagieren, dies aber nicht tun“, erklärte Michael Roos. Deshalb sei es ihm wichtig gewesen, der RWG keinen Korb zu geben und dieses Ehrenamt anzunehmen.

Michael Roos dankte der Kolpinghaus-Pächterin Heike Semelka für ihren Einsatz als Rheinkönigin im abgelaufenen Jahr. Auf die Übergabe der Krone verzichtete er, statt der neuen blau-goldenen Schärpe, die nicht pünktlich zum Rheinfest geliefert worden war, erhielt er einen Kranz. Zudem verzichtete Roos auf die Tradition, mit einem Cabrio von Opel Tiggelbeck durch die Stadt gefahren zu werden. „Mein Platz ist vor dem Tamboucorps“, betonte der Rheinkönig.

Es herrschte wahres Königswetter beim 19. Rheinfest, dem viele Regentage vorangegangen waren. Schon weit vor dem offiziellen Startschuss tummelten sich die Besucher in der Dellstraße, am Markt, am Kirchplatz und auf der Fallstraße.

Der „Hamburger Fischmarkt auf Tour“, der seit Freitag in der Stadt gastierte, und die am Straßenrand geparkten Fahrzeuge der zehn Autohändler wussten die frühen Gäste schon zu unterhalten, bevor die Geschäfte um 13 Uhr ihre Türen öffneten. Auf den Bürgersteigen strahlten blitzblank gewaschene Neuwagen, vom kompakten Mitsubishi bis zum vielbeachteten Mercedes-Benz AMG CT C Roadster für 168.000 Euro. Das Autohaus Messink war mit acht VW-Modellen und sechs Mitarbeitern zum Kirchplatz gekommen.  „Für eine Reeser Firma gehört es sich einfach, hier Präsenz zu zeigen“, sagte Karl van Uem. Zwar komme es auf dem Rheinfest nicht zu Kaufverträgen, aber viele treue und neue Kunden würden Probefahrten vereinbaren.

Die jüngsten Autofreunde machten große Augen, als sie vor der Sparkasse kostenfrei die Modellwagen der Carrera-Bahn flitzen lassen durften und Preise gewinnen konnten. „Wir können unsere Carrera-Bahn gleich selber zu Hause aufbauen“, versprach eine Mutter ihrem Sohn. Ähnlich inspirierend waren die vielen Gesellschaftsspiele, die beim Aktionstag „Spiel mit!“ im Bürgerhaus ausprobiert werden durften. Die Stadtbücherei und die Jugendhäuser der Stadt Rees luden, gemeinsam mit der Kindertagesstätte „Hand in Hand“ und der Grundschule Rees, zu Gesellschaftsspielen ein.

 Neben viel Essen gab es auf dem Rheinfest auch viel Musik. Dafür sorgten das Reeser Tambourcorps, die niederländische Formation „Op tied muuj“, DJ Jan und „Carlas Drehorgelmusik“ aus Gelsenkirchen mit Unterstützung der Reeser Drehorgelspieler Michaela und Burkhard Hochstraß.