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Rees: Michael Kiwanuka und die "Lake Poets" begeistern

Rees : Michael Kiwanuka und die "Lake Poets" begeistern

Viele neue Gesichter waren am Sonntag in der Pop Bar zu sehen, die Autokennzeichen ließen manch weite Anfahrt erahnen. Die Gäste wurden nicht enttäuscht, für das einzige Deutschland-Konzert von Michael Kiwanuka bis an den Niederrhein gefahren zu sein. Er wird als die nächste große Soul-Nummer gehandelt. So kam Haldern Pop kaum drum herum, Eintritt zu nehmen. Die Show war ausverkauft.

Der Londoner bringt seinen Retro-Soul in eher klassischer Rock'n'Roll-Besetzung mit Bass, Schlagzeug und zwei Gitarren. Bei vielen Liedern wurden die Stimmungen geradezu genussvoll erarbeitet, manch ein Lied dauerte länger als sieben Minuten. Fantastisch, wie der Drummer bei "Were I Belong" plötzlich den Charakter der Beats ändert. Sexy, wie der Gitarrist sein Instrument streichelt. Die ausgereifte Soulstimme des Engländers kommt besonders bei den Balladen zur Geltung. Das Publikum war mit dem ersten Ton voll da. Dieser Kiwanuka packt den 70er-Soul beim Schlafittchen und zerrt ihn gekonnt ins Jahr 2015.

Ebenfalls für Begeisterung in einer bis auf den letzten Platz gefüllten Pop Bar hatten bereits am Freitag "The Lake Poets" gesorgt. Auch sie kamen mit jeder Menge Vorschusslorbeeren ins Lindendorf - und hielten, was sie versprachen. Viel Gefühl und poetische Momente hatten die Briten mitgebracht. Und bestachen dazu auch musikalisch. Wohl dem, der einen Martin Long-staff in seinen Reihen hat. Was für eine Stimme!

Am Donnerstag, 19. November, geht der Konzert-Reigen in der Pop Bar weiter: die Little Comets (Indie-Folk) treten um 21 Uhr auf.

(sb/mavi)