Rees: Mehr: Leiche lag bereits ein Jahr im Wasser

Rees: Mehr: Leiche lag bereits ein Jahr im Wasser

Bei der Suche nach der Identität der Leiche, die im Hafen in Mehr gefunden wurde, tappt die Polizei weiter im Dunklen.

Es ist eine gruselige Vorstellung: Die Leiche, die am Hafen in Mehr gefunden wurde, hat mindestens schon ein Jahr im Wasser gelegen. Das hat die Untersuchung des Körpers in der Gerichtsmedizin ergeben.

Wie berichtet, war der Torso am Dienstagnachmittag gegen 14 Uhr in dem Bereich am Rhein entdeckt worden. Eigentlich wird die Hafenanlage von der Kiesfirma gar nicht mehr benutzt. Da aber gerade die Einfahrt ins frühere Auskiesungsgebiet Reckerfeld hergestellt wird, laufen dort Arbeiten. Hier sollen später Schiffe einfahren können. Dazu wird Kies aus dem Bereich herausgebaggert und im früheren Hafen zwischengelagert. Später wird das Kiesmaterial zur Verfüllung des Gebietes dann wieder zurücktransportiert.

Im Zuge dieser Arbeiten war der Leichnam entdeckt worden. Der Torso ist so stark verwest, dass die Gerichtsmediziner immer noch nicht feststellen konnten, ob es sich bei der Leiche um einen Mann oder eine Frau handelt. Jetzt sind DNA-Proben an die Experten des Landeskriminalamtes in Düsseldorf geschickt worden. Es wird bis zu vier Wochen dauern, bis ein Ergebnis vorliegt.

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Die DNA der Leiche soll mit den Vermisstenfällen abgeglichen werden. Es ist ein übliches Vorgehen, dass bei Personen, die als vermisst gemeldet werden, über die Angehörigen entsprechende Proben eingeholt werden, um diese später zuordnen zu können.

Arme und Beine des Leichnams sind abgetrennt. Es gibt laut Polizei allerdings bislang keinerlei Hinweise auf ein Gewaltverbrechen. Vielmehr gehe man davon aus, dass der Körper durch Schiffsschrauben zerteilt worden ist, so Polizeisprecher Michael Ermers.

(zel)