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Mehr als 700 Fans kommen nach Reees

Kultband auf der Bühne : Kölsche Tön im Reeser Bürgerhaus

Die „Höhner“ spielten Samstag vor über 700 Zuhörern. Die Fans standen zwei Stunden vor dem Konzert schon an.

Am Samstag wurde es „kölsch“ im Bürgerhaus: Die „Höhner“ sorgten vor über 700 Gästen für Stimmung. Gerade das Stammpublikum kam dabei auf seine Kosten.

Zum inzwischen siebten Mal gab sich die  Kultband aus der Domstadt in Rees die Ehre. Die Karten für das Konzert verkauften sich quasi von selbst, denn die Höhner haben sich am Niederrhein längst ein Stammpublikum erspielt. Die echten Fans standen schon zwei Stunden vor Konzertbeginn auf dem Marktplatz, um sich einen Platz in den vorderen Reihen zu sichern.

„Wir sind schon zum sechsten Mal mit dabei“, erzählte Leonore Moser, Präsidentin des Reeser Kegelclubs „NoName“, der mit acht Mitgliedern beim Konzert vertreten war. Für die Hobbykegler ist der gemeinsame Besuch der Höhnerkonzerte in Rees seit über zehn Jahren fest im Terminplan verankert. „Zum ersten Mal waren wir 2003 mit dabei“ erinnert sich die Keglerin. „Und es ist immer wieder schön“. Zeitig vor dem Bürgerhaus Schlange stehen gehört für die Kegler mit dazu, um sich einen der rar gesäten Stehtische in Bühnennähe zu sichern. Dieser ist nämlich ein absolutes Muss, damit gemeinsam ein Fässchen echtes Kölsch geleert werden kann.

Eine ganz andere Strategie fährt die 30-jährige Nadine Fink, die ebenfalls zum Stammpublikum gehört. Statt sich bis vorn an die Bühne vorzukämpfen, entscheidet sie sich stets bewusst für einen Platz ganz hinten. Dort nimmt sie dann auf einem der Tische Platz, um sich bei Bedarf hinzustellen. „Dann kann ich einfach über den Rest des Publikums rübergucken“, erklärt sie.

Für ihre treuen Reeser Fans zeigten die Kölner dann auch besonders viel Einsatz – trotz Jetlag. Die „Höhner“ waren nämlich gerade erst von einem Konzertmarathon in der Karibik und den USA zurückgekehrt, der sie unter anderem nach Kuba und Las Vegas führte.

Der Heimat zumindest schon mal nahe zu kommen war für die Band quasi eine Erholung. „Wenn man die Entfernungen betrachtet, die wir in den letzten Tagen zurückgelegt haben, sind Köln und Rees quasi eins“, scherzte Frontmann Henning Krautmacher.

Mit einer bunten Mischung aus Balladen, Stimmungsliedern und alten Kassenschlagern gelang es den Kölner Urgesteinen spielend den Saal zum Kochen zu bringen.

Die Reeser wollten ihre „Höhner“ gar nicht mehr gehen lassen und konnten sich an „Viva Colonia“, „Schenk mir dein Herz“, der „Karawane“ und Co. überhaupt nicht satthören.