Masern: Kreis Borken macht Fall in Bocholt bekannt

Gesundheit : Kreis Borken teilt Masern-Fall in Bocholt mit

(RP) Ein Mann aus Bocholt ist an den Masern erkrankt. Offensichtlich hat er sich bei einem Besuch im osteuropäischen Ausland angesteckt. Das teilt das Gesundheitsamt des Kreises Borken mit.

Masern sind eine besonders ansteckende Infektionskrankheit. Daher befindet sich der Erkrankte im Krankenhaus und wird dort behandelt. Zwei seiner Kinder besuchen Schulen in Bocholt. Bei einem davon besteht ein umfassender Impfschutz. Das andere ist lediglich einmal geimpft worden, so dass hier nur ein 95-prozentiger Schutz aufgebaut werden konnte. Die Schulen beider Kinder haben sofort die Eltern der betroffenen Schulklassen informiert und sie darum gebeten, den Impfschutz ihrer Kinder zu überprüfen und in Zweifelsfällen Kontakt mit dem Kinder- oder Hausarzt aufzunehmen.

Bei Masern gibt es oft einen schwierigen Verlauf. Im Einzelfäll kann der Verlauf sogar tödlich sein. Rund acht bis zehn Tage nach der Ansteckung kommt es zu hohem Fieber, Husten, Schnupfen, Entzündungen im Nasen-Rachen-Raum und der Augen. Erst einige Tage später bildet sich der typische Hautausschlag. Erkrankte sind schon etwa fünf Tage vor Auftreten des Hautausschlags ansteckend und dann auch noch für weitere vier Tage. Den besten Schutz bietet die Impfung. Laut Kreis Borken sollten Kinder nach aktuellen Empfehlungen zweimal geimpft werden. Erwachsene mit unklarem Impfstatus benötigen eine Impfung. Menschen, die die Masern durchgemacht haben, sind in der Regel lebenslang geschützt.

Das Kreisgesundheitsamt Borken rät, sich bei Fragen zum Impfschutz an den Haus- oder Kinderarzt zu wenden. Auf keinen Fall sollte jemand, der Masern-Symptome aufweist, noch zur Schule gehen. Schon der Verdacht auf eine Masernerkrankung ist meldepflichtig durch Arzt und Labor.

www.kreis-borken.de/masern

Mehr von RP ONLINE