Maren Rombold stellt im Haus im Park in Emmerich aus

Haus im Park : Hier kommt Kunst auf den Teller

„Andersartig“ heißt die Werkschau, die am Freitag im Haus im Park eröffnet wird. Die Klever Grafikerin Maren Rombold zeigt dabei viele ihrer originellen Werke, etliche davon sind eigens für diese Ausstellung entstanden.

Ab Ende der Woche wird im Haus im Park etwas ganz Besonderes „aufgetischt“: Die Klever Grafikerin Maren Rombold ist mit zahlreichen ihrer Werke für ihre Ausstellung „Andersartig“ über den Rhein gekommen. Und Geschirr spielt dabei eine ganz spezielle Rolle.

Für regelmäßige Besucher der kleinen Galerie im Rheinpark ist Maren Rombold keine Unbekannte. Für den Emmericher Kunstverein hat sie bereits einige Plakate und Flyer entworfen, auch sind Arbeiten von ihr und dem Künstlerkollektiv „VIR 3“, dem sie angehört, hier schon häufiger gezeigt worden. Jetzt hat sie Werner Steinecke, Vorsitzender des Kunstvereins, zu ihrer  ersten Einzelausstellung eingeladen. Am Freitagabend wird sie eröffnet.

Viele der im Haus im Park gezeigten Arbeiten sind speziell für diese Ausstellung entstanden. Originelles hat Maren Rombold dabei mitgebracht. Zum Beispiel zahlreiche Teller, die sie zum Kunstobjekt werden ließ. Einige davon wurden von ihr übermalt und in einer Porzellanmanufaktur gebrannt. Anderen wiederum hat sie mit angehefteten Zeichnungen und Malerei eine ganz eigene Note verliehen. Es sind Gesichter, die hier in ein ungewöhnliches Licht gerückt werden. Dabei handelt es sich vorwiegend um Bekannte oder markante Persönlichkeiten, die die 41-Jährige auf diese Weise festhielt.

Ebenfalls sehenswert: die bunten Malereien, die sich, genau wie die Teller, im Erdgeschoss der kleinen Galerie befinden und auf gläserern Einlegeböden entstanden. Es sind Versatzstücke von Collagen und Malerei, Zeichnungen und Farbexperimenten. Und auch das gibt es hier zu sehen: Miniaturen, die ebenfalls auf ungewöhnlichen Materialen entstanden. Zum Beispiel auf Fliesen, die einst das mittlerweile abgerissene Klever Hallenbad zierten.

Maren Rombold, die bevorzugt kleinteilig arbeitet, geht mit ganz verschiedenen Techniken und unterschiedlichen Materialien an ihre Themen heran. Mit einem bestimmten Konzept arbeitet sie dabei nicht. Und das aus gutem Grund: „Ich liebe die Abwechslung. Ich mag es spannend und vielseitig“, sagt sie. Ihr geht es bei ihren Arbeiten weniger um Konzeptkunst als um Porträts von Menschen und Tieren, aber auch das Einfangen von Stimmungen. Dass die gebürtige Tübingerin, die schon lange Jahre am Niederrhein lebt, gelernte Grafikerin ist, sieht man ihren Arbeiten an, deren ansprechende Optik immer Mittel zum Zweck ist.

Auch im ersten Stock der kleinen Galerie zeigt Maren Rombold, wie vielfältig ihr Schaffen ist. Es gibt dort kleine, in Zigarrenkisten festgehaltene Fantasien zu sehen, die mit dem Titel „Tagträume“ ganz gut umschrieben sind. Dazu das „Urlaubszimmer“, das mit Momentaufnahmen aus ihren Reisen nach China, Indien oder Gomera gefüllt ist. Mittels 3-D-Bildern, die in einem kleinen Kästchen zu sehen sind, kann sich der Besucher sogar auf eine eigene Reise begeben.

„Bei Maren Rombolds Arbeiten gibt es viel zu gucken und interessante Details zu entdecken, mit denen viele Geschichten erzählt werden“, fasst Werner Steinecke die Ausstellung zusammen.

(Markus Balser)
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