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Maik Termath aus Rees-Mehr und seine Leidenschaft für Fotos

Maik Termath aus Mehr ist begeistert von Fotografie : Ungewöhnliche Blickwinkel

Maik Termath ist mit seiner Kamera immer auf der Suche nach dem ganz besonderen Motiv. Für den jungen Mann aus Mehr ist das Fotografieren inzwischen zur echten Leidenschaft geworden.

Der Druck auf den Auslöser ist bei der Fotografie der entscheidende Moment. In diesem Augenblick wird aus einem Motiv das Bild. Der Auslöser für Maik Termath war ein Abstecher mit einem Freund zur Weseler Rheinbrücke. Sein Kumpel hatte die Kamera dabei, machte imposante Aufnahmen des Bauwerks. Maik Termath war begeistert. „Es war einfach faszinierend zu sehen, wie es ihm gelang, durch die Verlängerung der Belichtungszeit einen völlig dunklen Raum unter der Brücke auf dem Foto aufzuhellen“, berichtet der 24-Jährige.

Die Faszination für die Fotografie hatte ihn gepackt. „Ich glaube, es war dieses Kreative, was mich angesprochen hat“, erinnert er sich. Als Kind habe er gerne gezeichnet, jetzt spürte er, dass er mit der Fotografie diesen Wunsch nach Kreativität ausleben könnte. Er besorgte sich eine digitale Kamera, brachte sich die ersten Tricks selbst bei und kam durch eine alte Canon seines Vaters auch zur analogen Fotografie. Inzwischen nutzt er beides. „Beide Alternativen haben ihren besonderen Reiz“, sagt er. Bei der digitalen Fotografie gebe es direkt mehr Bearbeitungsmöglichkeiten. Die analoge Variante sei dagegen eine gute Gelegenheit, um runterzukommen. „Du machst dir mehr Gedanken über das Motiv, das entschleunigt.“ Auch zwischen Schwarz-Weiß- und Farbfotografie wechselt er. „Bei Schwarz-Weiß-Bildern rückst du mehr die Stimmung in den Fokus, bei Farbbildern gibt es mehr Gestaltungsmöglichkeiten.“

 Maik Termath
Maik Termath Foto: Maik Termath

Auf jeden Fall ist eine Kamera inzwischen sein ständiger Begleiter. „Eigentlich denkst du unterwegs ständig: Wäre das nicht ein tolles Motiv, was könnte man denn daraus machen?“ Fotografie sei eine Leidenschaft, die einen nicht mehr loslasse. Vor allem, wenn es positive Rückmeldungen auf die Fotos gibt, Leute von den Bildern begeistert sind. Eben das ist auch das Ziel des 24-Jährigen. „Ich möchte mit meinen Bildern möglichst viele Menschen erreichen.“ Deshalb lädt er sie bei Instagram hoch, präsentiert sie auf seiner Internetseite. Der Traum ist, die Bilder vielleicht einmal in einer eigenen, kleinen Ausstellung zu zeigen. Erste Kontakte waren auch schon da. Über den Fotokursus bei RP-Fotograf Armin Fischer war geplant, Bilder im alten Scala-Kino in Wesel zu zeigen. Wegen Corona haben sich die Pläne aber erst einmal zerschlagen. Maik Termath will aber weiter dran bleiben und hofft darauf, nach Corona seine Bilder auch einmal in einer Ausstellung präsentieren zu können.

Der 24-Jährige ist gelernter Tischler und macht jetzt eine Weiterbildung zum Techniker. Fotografie soll ein Hobby bleiben. Obwohl Maik Termath das Wort „Hobby“ nicht so recht mag. „Es ist mehr eine Leidenschaft, etwas, das dich gepackt hat und nicht wieder loslässt.“

Und für diese Leidenschaft investiert er viel. Über Instagram nahm er Kontakt zum deutschen Musiker Trille in Berlin auf. Dem gefielen die Bilder von Maik Termath und er bot dem 24-Jährigen an, doch mal eine Bilderserie von ihm zu machen. Also fuhr Maik Termath mit seiner Freundin kurzerhand nach Berlin und begleitete den Musiker einen Tag lang mit der Kamera. Entstanden ist eine sehr persönliche Bilderserie.

„Ein tolles Erlebnis“, schwärmt Maik Termath, der sich bei seinen Bildern aber nicht festlegen will. Er fotografiere alles, was interessant sei. Das kann ein Künstler in Andalusien sein, Bauwerke und Landschaften – und Kühe natürlich. Maik Termath muss lachen. „Ja klar, wenn du in Bislich am Deich aufgewachsen bist, dann kommst du an Kühen nicht vorbei“, sagt er. Vor allem wenn die Kamera immer mit dabei ist.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Fotografie als Leidenschaft