Männer schlagen und stechen in Emmerich aufeinander ein

Emmerich : Kaßstraße: Zwei Männer schlagen und stechen aufeinander ein

Dieser Fall dürfte noch ein wenig Aufklärungsarbeit der Polizei nach sich ziehen. Er ist kurios.

Mit einem Kantholz sowie einem Messer haben am späten Montagabend zwei Kontrahenten in der Fußgängerzone aufeinander eingeschlagen und eingestochen.

Die Polizei war gegen 23.30 Uhr durch einen der Beteiligten, einen 33 Jahre alten Emmericher, alarmiert worden, der behauptete, mit einem Stuhlbein geschlagen worden zu sein. Was er zu diesem Zeitpunkt verschwieg: Er selbst ist kein Kind von Unschuld. Denn er hatte zuvor seinen Gegner mit mehreren Messerstichen verletzt.

Vor Ort trafen die Beamten auf den Mann. Sie brachten ihn ins Krankenhaus. Von dem zweiten Schläger war keine Spur mehr zu finden.

Kein Wunder: Denn dieser hatte sich mit mehreren Stichverletzungen nach Hause begeben. Dort erwartete ihn eine Frau, die er um Verbandsmaterial bat. Als diese sah, um welche Verletzungen es sich da handelte, rief sie kurzerhand den Krankenwagen.

Der kam auch rasch, so dass der Mann gegen Mitternacht mit mehreren Messerstichen ebenfalls in das Krankenhaus gebracht wurde, wo er versorgt wurde.

Klar, dass im Emmericher Krankenhaus bei der Versorgung von Stichwunden die Alarmglocken schrillen. Und so riefen die Ärzte natürlich die Polizei an. Und diese zählten schnell Eins und Eins zusammen. Ihnen war sofort klar, dass es sich bei dem 35-jährigen Verletzten aus Emmerich um den anderen Beteiligten der Auseinandersetzung handelte. Worauf die Polizei dem zweiten Mann im Krankenhaus noch mal einen Besuch abstatteten. Dieser gab dann auch zu, mit einem Anglermesser zugestochen zu haben. Es befinde sich in seiner Wohnung. Dort holte die Polizei es schließlich ab.

Das Kantholz konnte bisher nicht gefunden werden. Und natürlich müssen die genauen Umstände der Tat noch durch die Kriminalpolizei geklärt werden.

(hg)
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