DORNICK : Lieblingsorte: Botho Brouwer  am Deich

Der Lieblingsort von Botho Brouwer hat natürlich mit dem Rhein zu tun. Er mag auch die Rheinpromenade, aber wenn er sich zurückziehen möchte und Ruhe genießen möchte, dann schwingt er sich aufs Fahrrad und fährt nach Dornick.

Dort, am Ende der Deichstraße, gibt es am Deich einen kleinen „Rastplatz“. „Der hat sich nicht nur zu meinem Lieblingsplatz entwickelt, sondern zum Lieblingsplatz der ganzen Familie“, sagt er.

Botho Brouwer ist zwar vor kurzem 70 Jahre alt geworden, aber er hat noch eine Menge „um die Ohren“. Seit vielen Jahren ist er auf der politischen und sportlichen Ebene sowie in einigen Vereinen und Verbänden sehr engagiert. Da sucht er ab und zu mal eine Auszeit und freut sich, dass es hier so beschauliche Plätze am Rhein gibt. Gerne ist er auf dem Rad unterwegs, bevorzugt natürlich schönes Wetter, aber auch Regen hält ihn nicht davon ab, für Termine in Dornick oder anderen Orten in die Pedale zu treten.

1970 kam der gebürtige Herner durch die Bundeswehr in die Rheinstadt, er wurde zu den Emmericher Pionieren einberufen. 1971 machte er seinen Motorboot - und Fährenführerschein auf dem Pionier-Wasserübungsplatz in Dornick. „Gerne haben wir dort am Deich unsere Ausbildungspausen verbracht“, erzählt Brouwer. Viele Pionierübungen folgten. Nach seiner Bundeswehrzeit war er lange in der Baubranche tätig, gründete 1995 seine eigene Firma. Seit 2012 ist er geschäftsführender Gesellschafter einer Immobiliengesellschaft.

Das Dörfchen Dornick gefiel ihm so gut, dass er 1977 mit seiner Frau dorthin in die Uranusstraße in ein selbst erbautes Einfamilienhaus zog. „Hier wuchsen unsere vier Kinder auf“, sagt Botho Brouwer, der mit der Familie oft zu seinem Lieblingsplatz am Deich spazierte. Über 30 Jahre wohnten die Brouwers in dem beschaulichen Südstaaten-Dorf. Bis heute besuchen seine Kinder diesen Lieblingsplatz mit ihren Familien – insgesamt acht Enkel hat Brouwer, am 23. Juli wurde Enkelkind Lotte geboren. Oft kommen sie aber auch alleine dorthin.

Auch politisch ist Botho Brouwer in Emmerich sehr aktiv. Seit 1979 ist er CDU-Mitglied. Ab 2000 war Brouwer sachkundiger Bürger im damaligen Bauausschuss und seit 2009 ist er direkt gewähltes Ratsmitglied für Vrasselt-Dornick. 2014 erfolgte die Wiederwahl mit Direktmandat. „Seit 2015 bin ich als Mitglied im Fraktionsvorstand tätig“, erzählt der Kommunalpolitiker, der im Bauausschuss auch an den Entscheidungen zur Rheinpromenade und zum Rheinpark mitgewirkt hatte. Für seinen Heimat-Fußballverein SV Vrasselt, wo er bis heute noch bei den Senioren aktiv dem Sport nachgeht, setzt er sich ebenfalls ein und sorgte federführend dafür, dass der Verein einen modernen Kunstrasenplatz bekam.

Im Jahr 2007 gaben die Pioniere den Übungsplatz auf  und ein Ringen um Bauplätze für den Dornicker Nachwuchs  - in unmittelbarer Nähe seines Lieblingsplatzes - begann. Botho Brouwer setzte sich für die jungen Familien ein, die in ihrem Heimatort ein Grundstück suchten. 2018 wurden die Verhandlungen  mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben abgeschlossen. „Ich freue mich für die jungen Dornicker Familien, dass die Rahmenplanung jetzt umgesetzt werden kann und neue Wohngebiete erschlossen werden können“, sagt Brouwer. 

Mehrmals in der Woche fährt er auf dem Fahrrad zu seinem Lieblingsplatz und lässt mit Blick auf den Rhein und auf die vorbeifahrenden Schiffe die Seele baumeln und die Gedanken schweifen. Beim letzten Mal entdeckte er dort einen überquellenden Abfallkorb. „Aber ich konnte feststellen, dass dieser am Folgetag schon wieder entleert worden war. Vorbildlich“, freute sich Botho Brouwer.

Einen Wunsch hat der engagierte Kommunalpolitiker noch in Bezug auf die „Betuwe“, über die er sich aktuell auch viele Gedanken macht. Ist die Planung doch öfter Thema in den Ratssitzungen. „Ich würde gerne die fertiggestellte Bahnunterführung Löwentor sehen. Dieser Wunsch ist aber wohl verbunden mit einem entsprechend langen Leben“, schmunzelt er und hofft, seinen Lieblingsplatz am Rhein noch lange genießen zu können

Mehr von RP ONLINE