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Lebenshilfe bezieht in Rees neues Büro für Betreutes Wohnen

Lebenshilfe in Rees : Büro für Betreutes Wohnen jetzt zentraler

Die Lebenshilfe hat in der Reeser Innenstadt neue Räumlichkeiten in einer ehemaligen Zahnarztpraxis bezogen. Das Büro an der Straße „Vor dem Delltor“ ist Anlaufstelle für 40 Klienten aus dem Bereich Betreutes Wohnen.

(RP) Das Betreute Wohnen der Lebenshilfe ist in die Räumlichkeiten der ehemaligen Zahnarztpraxis Tanara „Vor dem Delltor“ gezogen. Dass im neuen Büro des Betreuten Wohnens der Lebenshilfe Unterer Niederrhein mal Wurzelbehandlungen und Zahnfüllungen durchgeführt wurden, ist nur noch zu erahnen. „Im vergangenen Herbst sah es hier noch ganz anders aus“, berichtet Tobias Lohmann, Fachbereichsleitung des Betreuten Wohnens. Der lange Leerstand und die vorherige Langzeitnutzung seien deutlich zu erkennen gewesen. Abgeschreckt hat das Tobias Lohmann und sein Team aber nicht. „Mein erster Gedanke war: Hier kann man was draus machen und wir strengen uns an, dass wir das schaffen“, erzählt Lohmann.

Die Anstrengungen sind deutlich zu erkennen. Neue Böden, ein neuer Anstrich, Besprechungsräume und eine moderne Büroausstattung haben die Behandlungsstühle sowie die Empfangstheke der ehemaligen Zahnarztpraxis Tanara in der ersten Etage „Vor dem Delltor 8“ ersetzt. Die größte Umbaumaßnahme war hier die Einrichtung einer barrierefreien Sanitäranlage. „Die haben wir auf eigene Kosten umgesetzt“, sagt Lohmann und ergänzt: „Wir möchten unseren Klienten mit Handicap möglichst barrierearm begegnen. Das haben wir hier gut geschafft.“

Nicht alle Mietobjekte böten diese Voraussetzungen – insbesondere die in der ersten Etage. „Wir sind froh, in der Reeser Innenstadt fündig geworden zu sein“, so Lohmann. In dem Gebäude gibt es einen Fahrstuhl, sodass auch Menschen, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind, zu den Büros gelangen.

Das Betreute Wohnen der Lebenshilfe Unterer Niederrhein betreut Menschen mit geistigem und psychischem Handicap, die Unterstützungsbedarf in ihrem Alltag haben – sei es bei der Gestaltung der Tagesstruktur, behördlichen Angelegenheiten oder Arztbesuchen. Lohmann erklärt: „Grundsätzlich gilt: so viel Unterstützung wie nötig, so wenig wie möglich, damit unsere Klienten weitestgehend selbstständig leben können.“

Der Betreuungsbedarf hat sich in den letzten acht Jahren verdoppelt. 40 Klienten betreut die Lebenshilfe in Rees inzwischen. Deswegen bestand auch die Notwendigkeit von neuen Räumlichkeiten. Betreut werden die Klienten in ihrem privaten Umfeld. Doch mit der positiven Entwicklung stieg auch der Bedarf an Personal: Teamsitzungen, vertrauliche Gespräche mit Klienten und Angehörigen sowie die BeWo-Büros waren bisher gemeinsam mit dem Familienunterstützenden Dienst im Lebenshilfe Center in der Fallstraße zusammengefasst. „Das wurde für uns auf Grund des Wachstums zunehmend ungeeigneter“, sagt Lohmann.

Sein Team und er sehen sich jetzt gut aufgestellt für die nächsten Jahre: „Die neuen Räumlichkeiten bieten die Möglichkeit, uns weiterzuentwickeln.“ Der Umbau ist beinahe abschlossen. Nur Kleinigkeiten seien jetzt noch zu erledigen.