Isselburg: Lastwagen ausgebrannt: Es war der Fahrer

Isselburg: Lastwagen ausgebrannt: Es war der Fahrer

Feuer vernichtet Fahrzeug einer Emmericher Spedition. Polizei nimmt Mann (31) aus Nettetal fest.

Es war ein spektakulärer Brand, der sich da in Heelden am 27. Februar ereignete. Und suspekt erschien die Sache irgendwie auch.

An besagtem Dienstag, gegen 14.10 Uhr, geriet der Lkw einer Emmericher Spedition samt Anhänger in Brand. Der Fahrer, ein 31-jähriger Mann aus Nettetal, der gerade erst bei der Firma angefangen hatte, hatte nach eigenen Angaben das Gespann auf einem Parkplatz in Heelden abgestellt, um eine Pause zu machen, und war in die Raststätte gegangen.

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Polizeibeamte, die auf dem Parkplatz eine Kontrolle durchführen wollten, bemerkten eine starke Rauchentwicklung aus dem Führerhaus des Lkw. Obwohl die Beamten sofort einen Feuerlöscher einsetzten und auch den des Lkw-Fahrers noch benutzten, als dieser hinzukam, konnten sie den Brand nicht mehr eindämmen. Als die Feuerwehr eintraf, war das Feuer bereits auf den Anhänger übergegriffen, in dem sich Druckerpapier befand. Der Lkw brannte vollständig aus. Es entstand ein geschätzter Schaden von 140.000 Euro. Personen wurden nicht verletzt.

Des Rätsels Lösung fand sich gestern im Bericht der Polizei Viersen. Sie hat die Sache aufgeklärt. Denn auch dort hatte es verdächtig gebrannt. Und auch dort spielte der 31-Jährige eine Rolle. Am 20. Februar, also ein paar Tage vor dem Vorfall in Heelden, brannte in Nettetal-Hinsbeck auf dem Gelände eines Betriebes ein Baucontainer. "Nachdem zunächst von einem technischen Defekt ausgegangen wurde, führten die Ermittlungen der Kriminalpolizei zu einem damaligen Mitarbeiter der Firma, der den Container offenbar vorsätzlich in Brand gesetzt hatte", schrieb die Polizei. In seiner Vernehmung gab der Beschuldigte weitere Brandstiftungen zu: In Essen, in Mönchengladbach und in Isselburg setzte er zwischen dem 24. Januar und dem 27. Februar (das war das Feuer in Heelden) drei Lastwagen in Brand. In zwei Fällen brannten die Zugmaschinen nebst Anhänger und Ladung. So entstand ein Schaden von mehreren 100.000 Euro. Der Mann wurde einem Haftrichter vorgeführt, der die Untersuchungshaft anordnete.

(hg)