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Emmerich: Lärmschutz: Steht die Bahn zur ihrer Zusage ?

Emmerich : Lärmschutz: Steht die Bahn zur ihrer Zusage ?

Eine Antwort blieb Betuwe-Projektleiter Stefan Ventzke bei seinem Besuch in Emmerich in dieser Woche schuldig. Steht die Bahn zur Zusage, dass erst der Lärmschutz und danach dann die Blockverdichtung kommt, die mehr Züge auf die Strecke bringt?

Wie berichtet, werden die Pläne für das elektronische Stellwerk konkret und damit rückt die Blockverdichtung näher.

Emmerich: Lärmschutz: Steht die Bahn zur ihrer Zusage ?
Foto: Markus van Offern

Die Bahn-Antwort war eher ausweichend: "Wir kennen natürlich die Vereinbarung dazu und wollen sie auch einhalten", sagte Ventzke. Doch das müsse auch mit dem Lärmschutz nach dem Ausbau abgestimmt werden.

Es könne ja nicht sein, dass im Zuge der Blockverdichtung Wände errichtet werden, die sich mit dem Lärmschutz nach dem Ausbau nicht vertragen. Eine Sache stellt Ventzke aber klar: "Beim Lärmschutz im Zuge der Blockverdichtung geht es nicht darum, den Lärm zu senken, sondern den Lärmpegel vor der Umstellung zu erreichen." Im Klartext: Nach der Blockverdichtung soll es genauso laut sein wie vorher. Das Genehmigungsverfahren dafür ist eingeleitet, doch es kann locker auch noch 15 Monate dauern, bis das Okay zur Blockverdichtung kommt.

Beim Bau des dritten Gleises ist der Planungsabschnitt Haldern im Genehmigungsverfahren. Das Auslegen der Pläne im Reeser Rathaus ist beendet. Gerade ist die Offenlage des Bereichs Oberhausen gestartet. Als nächster Abschnitt wird Praest in das Verfahren gehen. Geplant ist zudem, dass nach den Osterferien in Voerde und Millingen die Planfeststellung startet.

Die anderen Abschnitte sollen noch in diesem Jahr folgen. Geht alles nach Plan, kann nach 15 Monaten Baurecht vorliegen. Das hieße: Im nächsten Jahr könnte beim Abschnitt Haldern gebaut werden.

(RP)