Kunden erhalten Blumen von der Reeser Werbegemeinschaft

Geschenk der Werbegemeinschaft : Blumiger Gruß an Reeser Kunden

Die Reeser Werbegemeinschaft verschenkt am Samstag 2000 Primeln und Bellis. Wirtschaftsförderer Heinz Streuff stellte die Pläne für das Niag-Gelände vor.

Der Frühling richtet sich in diesem Jahr nach der Reeser Werbegemeinschaft (RWG). Wenn nämlich am kommenden Samstag, in den Banken bereits am Freitag, die Kunden mit 2000 Primeln und Bellis beschenkt werden, ist es das ideale Wetter, um sie einzupflanzen. Auf der Jahreshauptversammlung der Reeser Werbegemeinschaft wurden jetzt die Termine des laufenden Jahres bekanntgegeben.

Das Stadtfest wird am 19. Mai um 12 Uhr eröffnet, die Geschäfte allerdings dürfen erst um 13 Uhr öffnen. Der Buena Ressa Club will am Vorabend von 16 bis 23 Uhr mit Rock und Pop auf dem Markt unterhalten.

Dieses Mal wird die Bühne neben der Pumpe stehen. Dort sorgt am Sonntag auch DJ Jan für Musik und findet die Verlosung statt. Neu ist, dass zum Stadtfest zwölf Markthändler aus Dinxperlo „Holland in Tour“ in Rees Station machen. „Wir möchten hochwertige Waren an den Ständen anbieten“, erklärt die RWG-Vorsitzende Renate Bartmann, um so den Rundgang vom Markt über Kirchplatz, Neustraße bis zur Dellstraße attraktiver zu gestalten.

Zum Rheinfest am 13. Oktober wird wieder eine Marktschreiergruppe die Innenstadt beleben, Autohäuser werden ihre neuen Modelle präsentieren. „Mit der Entscheidung, keine Rheinkönigin wählen zu lassen, sondern jemanden zu küren, der sich durch besonderes Engagement um Rees verdient gemacht hat, wie unsere jetzige Rheinkönigin Heike Beyer, lagen wir richtig“, sagt Bartmann über die Rückmeldung der Bürger erfreut.

So habe Heike Beyer die Reeser bereits gut auf zwei Reisemessen vertreten, bestätigte auch Rainer van Laak von der Reeser Personenschifffahrt. Möglich sei aber auch, einen Rheinkönig auszuwählen. „Ich kenn’ da jemanden, der immer schon Schützenkönig werden wollte, es aber nie geschafft hat und nun im Ruhestand ist“, scherzte Bäckermeister Hans Gerads.

Aktuell hat die RWG 37 Mitglieder. Neues Mitglied ist die Stadt Rees, deren Wirtschaftsförderer Heinz Streuff sie auf der Sitzung vertrat. Er stellte die aktuelle Planung des Niag- und Postgeländes vor, das um die Immobilie Jedwill/Fehlings am Stadtgarten erweitert wird. Noch in diesem Jahr wird das Planungsrecht erwartet. Die Abrissgenehmigung für das Postgebäude liegt bereits vor, auch die Gebäude des Niag-Geländes werden Ende des Jahres abgerissen. Durch die zusätzlich vom Investor erworbene Immobilie, könne man den Entreébereich der Stadt ansprechend gestalten. Dabei verwies Streuff auf die Amalien-Galerie in Alpen, die ebenfalls von Hüls Baukonzepte errichtet wurde.

Streuff geht von zwei Jahren Bauzeit aus. Von den 6000 Quadratmetern werden 3000 im Erdgeschoss gewerblich genutzt, 1800 für einen Vollversorger, 1200 für Büronutzung, hier ist bekanntlich die Stadt Mieter. 3000 Quadratmeter sind für Wohnzwecke vorgesehen. Auf dem Postgelände stehen 400 Quadratmeter im Erdgeschoss für den Einzelhandel zur Verfügung, hinzu kommt möglicherweise Fläche auf der neu erworbenen Immobilie.

Bislang gebe es, so Streuff, nur Vorverträge, zum Beispiel mit dem Vollsortimenter. Wer dieser sei, wollte Streuff vor Vertragsunterzeichnung nicht verraten. Auch konnte er die Sorge einiger Mitglieder schmälern, dass es in Rees ebenso zu Leerständen komme wie in den Galerien der Nachbarstädte. „Wir machen hier ja keinen Rosengarten kaputt und legen ein Gewerbegebiet an, sondern überplanen die Fläche, die kein Aushängeschild für die Stadt ist.“ Und dort entstehen nur vier bis sechs Einzelhandelsgeschäfte.

Aktuell gibt’s in Rees sechs Leerstände. Die Sorge, dass die Altstadt mit Marktplatz verwaise, könnte man mit Attraktionen auffangen. Etwa im Winter mit einer Eisbahn, nannte Streuff ein Beispiel. Christoph Eyting wies auf den Erfolg der Strandatmosphäre auf dem Kalkarer Markt hin, die man auch in Rees entweder mit der heimischen Gastronomie oder Foodtrucks schaffen könnte. Auch trug er die Idee eines Feierabendmarktes vor. „Es tut uns gut, wenn junge Leute mit neuen Ideen unsere Arbeit in der Werbegemeinschaft unterschützen“, sagte Stefanie ten Hompel-Ruyter.

(ha)