Kulturausschuss empfiehlt Heimatpreis für Emmerich

Emmerich : Kulturausschuss empfiehlt Heimatpreis für Emmerich

Trotz AfD-Antrag: Kulturausschuss empfiehlt dem Rat die Einführung.

(mavi) Mit neun Ja-Stimmen, einer Nein-Stimme und sechs Enthaltungen hat der Kulturausschuss dem Rat der Stadt Emmerich die Einführung eines Heimatpreises empfohlen. Die Politik tat sich schwer. Nicht, weil man die Förderung der um die Heimat bemühten Akteure nicht fördern möchte. Sondern weil der Antrag von der Afd kam. Gerhard Gertsen (CDU) stimmte dagegen, weil zwischen seiner Vorstellung des Begriffes Heimat und der der AfD „Kilometer“ lägen. Die SPD enthielt sich, sah Probleme mit der Definition des Begriffes Heimat. Leonie Pawlak, sachkundige Bürgerin für die SPD, hat einen „Heimatboom“ in der Nation ausgemacht, der als „Grundrauschen rechter Symbolpolitik“ zu sehen sei.

Ausschussleiterin Irmgard Kulka (CDU) erinnerte: „Es soll ja ein Gremium aus Mitgliedern des Ausschusses geben, das über die Vergabe entscheidet.“ Herbert Ulrich (CDU) pflichtete ihr bei: „Es geht darum, wie wir es mit Leben füllen.“ So sei etwa eine Förderung der Bürgeraktion Pro Kultur bestimmt für viele förderwürdig. Michael Rozendaal, Leiter des Kulturbetriebs KKK, betonte, dass man die Richtlinien bewusst „weit gefasst“ habe, weil der Begriff Heimat sehr unterschiedlich ausgelegt werden könne.

Der Preis soll nur verliehen werden, wenn die 5000 Euro vom Land fließen. Das sollen die Preiskriterien sein, von denen mindestens eine erfüllt sein muss: Beiträge zur Erhaltung von Traditionen zur Pflege des Brauchtums, zum Erhalt und zur öffentlichen Sichtbarmachung von Informationen über die Geschichte und das kulturelle Erbe der Stadt Emmerich, die Begeisterung für lokale Besonderheiten schaffen, die Kultur und Kreativität in der Stadt Emmerich prägen und fördern.

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