Kritik am Reeser Wirtschaftsförderer

Wirtschaft : Kritik am Wirtschaftsförderer: FDP unterstützt Gastronomen

(bal) Die FDP hat den Tadel der Gastronomen an der Stadtverwaltung zum Anlass genommen, ihre Kritik an der Reeser Wirtschaftsförderung zu erneuern. „Die Gastronomen beschweren sich zurecht über die Wirtschaftsförderung der Stadtverwaltung.

Sie ist überfordert, nicht mit dem richtigen Gespür ausgestattet, was die Gewerbetreibenden benötigen und wie man auf sie zu geht. Es fehlt an Professionalität“, so Clemens Willing und Christian Schultze-Böing von der FDP.

Wie berichtet, hatten die Gastronomen Andrea Collins und Ludger Rösen in dieser Woche gegenüber der RP Äußerungen des Reeser Wirtschaftsförderers Heinz Streuff zur Leistungsfähigkeit der Reeser Gastronomie kritisiert. Sie könne nicht genügend Tagestouristen mit Mittagessen versorgen, so die Einschätzung des Wirtschaftsförderers, nachdem im Sommer Busse mit Gästen die in Rees essen sollten, nach Kalkar und Xanten umgeleitet werden mussten. Darüber habe es mit den Wirten keine Absprachen gegeben, so Rösen und Collins, die zudem die Sondergenehmigungen kritisierten, die ein künftiger Pächter der leerstehenden Gastronomie im Drei-Giebel-Haus am Rheintor erhalten soll, während für die eingesessenen Gastronomen hohe Auflagen gelten würden.

Die Reeser FDP fühlt sich in dadurch ihrer bisherigen Einschätzung bestätigt. Ein zweiter Wirtschaftsförderer, den die Stadt jetzt einstellen will, reiche nicht aus. Es bedürfe einer strukturellen Veränderung der Wirtschaftsförderung, die unabhängig von Verwaltungstätigkeiten geführt werden müsse, so Willing und Schultze-Böing, die auf ihren gescheiterten Antrag zum Umbau der Stadtentwicklungsgesellschaft verweisen. „Das wäre ein Ansatz gewesen.“ Auch die SPD wird kritisiert: „Sie hätte dem Antrag zustimmen können, um eine Veränderung zu bewirken.“